Marketing für Gründer – Visitenkarte, Flyer und Co.

Eine Verpackung ist im Prinzip die Art und Weise wie deine potentiellen Kunden das Produkt und die Dienstleistung, die du ihnen verkaufen möchtest, wahrnehmen.

Auf welche Verpackungen müssen Gründer achten, um mehr Erfolg mit ihrem Startup zu haben?

Nehmen wir an, du hast ein Produkt und möchtest es an den Mann bringen. Dein Produkt löst ein bestimmtes Problem deiner Zielgruppe. Doch wie die Lösung im Einzelnen aussieht, weiß der potentielle Kunde nicht und genau das muss, so gut es geht, vermittelt, bzw. kommuniziert werden. Hier gibt es aber ein Problem:

Bevor sich dein potentieller Kunde mit dem Produkt auseinandersetzt, sammelt er anhand der Verpackung Informationen und erhält einen ersten Eindruck davon, was du ihm anbieten möchtest. Wenn hier etwas nicht stimmt, wird er sich sehr wahrscheinlich nicht weiter vertiefen wollen. Das heißt, es steht und fällt alles mit der Verpackung deines Produktes oder deiner Dienstleistung.

Eine schöne, hochwertige Verpackung ist damit einer der Wege, Vertrauen zu gewinnen und dem potentiellen Kunden bestimmte Dinge mitzuteilen, noch bevor er das Produkt kennen lernen darf. Das ist vor allem bei neuen, unbekannten Produkten sehr wichtig. Dabei beschränkt sich der Begriff „Verpackung“ nicht ausschließlich auf Papier- oder Kunststoff-Verpackungen von Artikeln. Alles, was zur Kommunikation zwischen deinem Produkt und deinem zukünftigen Kunden beiträgt, muss attraktiv verpackt werden.

1. Deine Landingpage oder Webseite

Ohne das Internet läuft heutzutage nichts. Das Netz gehört somit zu den wichtigsten Tools, um neue Kunden zu gewinnen und bestehende zu binden. Eine professionelle Website kann hier durchaus mehrere Manager und Dienstleister ersetzen.

Die wichtigste Funktion einer Landingpage oder einer Website ist, Besucher in Kunden zu verwandeln. Damit das klappt, sollte diese mehrere Kriterien erfüllen:

  • Bequeme, logische Navigation
  • Für den Kunden relevante Informationen
  • Klare und verständliche Formulierungen
  • Schönes, modernes (responsive) Design

Wir berichten hier im Blog regelmäßig auch über die Themen Webdesign und Kunden gewinnen im Internet. Hier findest du zum Beispiel Tipps zum User Interface, zu den wichtigsten Website-Elementen und eine Anleitung in 5 Schritten zum eigenen Logo.

Tipp für die Verpackung:

Damit die Website besser verkauft, sollte die Struktur und der Content nicht auf eigenen Wünschen und aktuellen Webdesign-Trends basieren, sondern auf den Prognosen, dem Verhalten des Besuchers und seinen Bedürfnissen. Grundsätzlich gilt: Die wichtigsten Informationen sollten eher weiter oben und die ergänzenden weiter unten platziert werden.

Nach der Vorstellung des Produktes und den Argumenten, die für dein Produkt sprechen, kommt der sogenannte Call-To-Action (CTA), also die Aufforderung, auf das Angebot direkt mit einer Handlung zu reagieren, das heißt zum Beispiel Kontakt mit dir aufzunehmen. Hier kann man dem Besucher auch etwas Nützliches, zum Beispiel ein kostenloses E-Book anbieten, das er bekommt, sobald er seine E-Mail für den Newsletter hinterlassen hat.

2. Texte und Blog-Artikel richtig verpacken

Gute, durchdachte und korrekt geschriebene Produkt-Beschreibungen gehören ebenfalls zur Verpackung. Hierzu zählt ebenso der eigene Blog. Interessante Einblicke und Informationen rund um das Produkt, die dem Besucher und potentiellen Käufer Mehrwert versprechen und das Versprechen auch halten, helfen dir, dich als Spezialist zu positionieren und loyale Kunden zu gewinnen. Es geht hier also auch um Content Marketing – ein Thema, was auch Google positiv bewertet.

3. Sinn, Philosophie und Werte deines Unternehmens

Jedes große Unternehmen hat eine Vision, eine Mission und eine Message. Ob es nun Apple’s „Think different“, Google’s „Don’t be evil“ oder IKEA’s „Wohnst du noch oder lebst du schon?“ ist. Slogans vermitteln die Philosophie hinter den Startups bzw. den Produkten und gehören ebenfalls zur Verpackung.

Auf diese Weise kann man sich von der Konkurrenz abheben und dem Kunden zeigen, wofür man steht. An dieser Stelle ist es sehr hilfreich, die Philosophie der Big Player unter die Lupe zu nehmen und genauer hinzuschauen, wie diese Firmen über sich, ihre Kunden und ihre Ziele sprechen.

4. Der Produkt-Kern bzw. das Produkt

Das Produkt sollte halten, was die Verpackung verspricht und deshalb ist das Produkt selbst eine Art Verpackung und zwar für die, die das Produkt oder die Dienstleistung indirekt kaufen sollen. Das geschieht hauptsächlich mittels Empfehlungen und Mund-zu-Mund-Pro­pa­gan­da. Damit also auch die Bekannten und Freunde der Kunden das Produkt gerne kaufen, sollte dieses die Bedürfnisse der bestehenden Kunden befriedigen.

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5. E-Mail-Marketing

Viele Startups und auch Gründer setzen heute E-Mail-Marketing ein, um mehr Konversion zu erzielen und Abschlüsse zu stimulieren. Hier sollte man allerdings sehr vorsichtig sein und sich im Vorfeld genau überlegen, wie man diesen Prozess aufbaut und zum Einen die Neugierde des Besuchers weckt und zum Anderen niemanden unnötig belästigt.

Man trifft immer wieder auf Unternehmer, die ihre Abonnenten, sofort nach der Bestätigung mit E-Mails überschütten und ihnen schnell etwas verkaufen wollen. Das wäre ein Negativ-Beispiel für Verpackungen, die den potentiellen Kunden sofort abschrecken.

6. Infos, die den Kunden weiter bringen

Broschüren, Prospekt-Material und andere Verkaufsunterlagen sollten die wichtigsten Fragen des potentiellen Kunden beantworten können. Das heißt man sollte immer eine Art Landingpage in seiner Mappe dabei haben, um auch im Falle eines Falles reagieren zu können. Diese Unterlagen gehören zu den klassischen Verpackungen und beinhalten in der Regel auch Kunden-Meinungen und Empfehlungen, die als Referenzen fungieren.

Auch das Angebot, welches man potentiellen Kunden meistens per E-Mail verschickt, muss optisch und inhaltlich überzeugen, da Interessenten in der Regel auch die Konkurrenz um ein entsprechendes Angebot bitten. Hier müssen Logo, Struktur, Typografie und Infos stimmen.

7. Das Outfit – „Kleider machen Leute“

Vor allem Dienstleister, die ja in erster Linie ihre Kompetenz und damit sich selbst verkaufen, werden nach ihrem Äußeren beurteilt. Hier kommt es natürlich auf die Zielgruppe an: Sind meine Kunden eher jung und sportlich, dann kleide ich mich entsprechend leger. Berät man größere Unternehmen oder ist im Finanzwesen tätig, sind klassische „Verpackungen“ wie Hemd und Sakko meist ein Muss.

8. Marketing-Tools – Visitenkarten, Banner, Anzeigen

Auch eine Visitenkarte repräsentiert dich und dein Produkt. Sie sollte positive Assoziationen wecken. Deshalb ist es besonders wichtig, diese professionell und hochwertig zu erstellen. Zu den kritischen Bereichen dieser Verpackung zählen unter anderem das (Logo-) Design, die Farben und die Papierqualität. Auch die wichtigsten Informationen, das heißt was man macht und wie bzw. wo man zu finden ist, sollten in ansprechender Form vorhanden sein.

Auch Werbegeschenke mit dem eigenen Logo kommen bei Kunden gut an und erinnern ihn nach einem erfolgreichen Abschluss an dich und dein Produkt. Fällt er damit auf, könnten auch hier Bekannte und Freunde zu Kunden werden.

Wer Banner oder andere Formen von Anzeigen auf fremden themenrelevanten Websites schaltet, sollte ebenfalls darauf achten, dass das Design und der Inhalt seriös sind. Andernfalls ist das Geldverschwendung.

9. Der Vertrieb – Scrips und CRM

Skripte sind im Vorfeld geplante und durchdachte Szenarien für Kundengespräche. Wer besser verkaufen will, sollte immer ein Skript parat haben – man weiß ja nie, wo einem ein potentieller Kunde begegnet. Das Ganze sollte wie ein Elevator Pitch aufgebaut sein und Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Produkt liefern können. Auch bei dieser Business-Verpackung gibt es Spielraum für Fehler und Korrekturen: nach jedem Kundengespräch sollte man sich einige Minuten Zeit nehmen und überlegen, was nicht nach Plan lief und wo man sein Skript noch optimieren kann.

Zu den Verpackungen zählt aber auch das sogenannte Customer-Relationship-Management oder CRM. Richtig eingesetzt, kann ein CRM-System die Kommunikation mit Kunden erleichter und effektiver machen. Auch die automatische Auswertung, die Berechnung des ROI und die Optimierung von Marketing-Kampagnen zählen zu den Vorteilen eines CRM-Systems.

10. Die Produkt-Positionierung

Hinter deinem Produkt sollte eine einzigartige und starke Idee stehen, mit der du dich von deinen Mitbewerbern abheben kannst. In welcher Nische willst du erfolgreich sein? Was erwarten deine Kunden von deinem Produkt? Biete eine konkrete Lösung für ein konkretes Problem an.

Fazit: 

Der erste Eindruck zählt! Heute gleichen sich viele Produkte wie ein Ei dem anderen, weshalb es enorm wichtig ist, sich durch seine Verpackung zu differenzieren und aufzufallen. Dabei sollte auf keinen Fall das Produkt auf der Strecke bleiben, denn auch das, bzw. die Rückmeldung des Kunden ist eine Verpackung, die andere potentielle Kunden anziehen oder abstoßen kann.

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2 Kommentare
  1. David
    David says:

    Die Homepage muss eine klare Customer Journey haben, die USPs in „Kundenutzen“ übersetzen und dem Besucher eine einzigartige Problemlösung anbieten. Wer sich daran nicht hält dem bringt auch die Seite 1 bei Google nichts. Die Internetseite ist der 24h Vertriebsmitarbeiter und genau so sollte man diesen auch behandeln. Was die Produktverpackung angeht,so muss diese meines Erachtens nur Authentisch sein mit den vermittelten Unternehmenswerten. Das allein macht diese bereits sexy genug.

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