Blocker für den Adblocker – ein Startup will das Online-Marketing aufmischen

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Screenshot: sourcepoint.com

Screenshot: sourcepoint.com

Ende letzter Woche erblickte das Startup Sourcepoint das Licht der Welt. Das mit 10 Mio. US-Dollar finanzierte Unternehmen will Online-Marketern die Kontrolle über die Werbeanzeigen (z.B. Banner-Werbung oder Google-AdSence-Anzeigen), die diese auf Ihren Websites einbinden, wieder zurück geben. Was steckt dahinter?

Um ihre Projekte zu monetisieren, greifen Webmaster gerne auf Banner- und Anzeigen-Werbung zurück. Doch seit einigen Jahren macht ihnen der Adblocker einen Strich durch die Rechnung indem er Anzeigen einfach blockiert.

Genau das wollen der Ex-Google-Manager Ben Barokas und sein Team mit Ihrem Unternehmen Sourcepoint ändern. Die Lösung: Ein Blocker für den Adblocker!

Werbung nervt alle! Nervige Werbung nervt absolut alle! allerdings lässt sich Werbung im Netz, im Gegensatz zur TV-Werbung, blockieren und auf diese Möglichkeit greifen mehr und mehr User zurück. Laut Statista hat sich die Zahl der Adblock-Nutzer zwischen 2013 und 2014 verdoppelt – kein gutes Omen für Publisher, die mit Werbeanzeigen Ihre Brötchen verdienen. Auch laut Google sind die Aussichten hier alles andere als rosig:

Schon seit Jahren wird das Thema „Adblocker“ heiß diskutiert, jetzt sollen auch Taten folgen: Der Ex-Google-Manager Ben Barokas hat eine Plattform ins Leben gerufen, die zwei wichtige Probleme im Zusammenhang mit dem Adblocker lösen soll: zum einen soll der Adblocker selbst blockiert werden, zum anderen erlaubt Sourspoint einen offenen Dialog zwischen Publishern und Website-Usern.

Online Marketer und Website-Betreiber können hier den Adblocker entweder komplett blockieren oder sich an den User direkt wenden und ihn bitten, Werbung zu erlauben, in dem beispielsweise nur drei Banner pro Seite angezeigt werden. Oder man blockiert den Content der Website und schlägt dem User ein Abo vor.

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Wäre die aktuelle Online-Werbung nicht so penetrant, würden die User diese unter Umständen akzeptieren. Hierzu sagt Barokas selbst, dass gerade die Unternehmen, die Tools zur Blockierung von Werbung anbieten, Geld dafür bekommen, dass sie bestimmte Anzeigen nicht filtern und das sei absolut nicht fair.

Auch wenn das Ganze, juristisch gesehen, in den meisten Ländern in Ordnung ist, so sollten auch die Publisher selbst die Möglichkeit haben, den User zu fragen, ob und in welchem Umfang er Werbung akzeptieren würde.

Es ist auch nicht fair, dass Journalisten für Ihre Arbeit nicht entlohnt werden und wenn Website-Besucher zustimmen und Werbung erlauben und der Blocker diese dennoch blockiert, ist das illegal.

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