Arbeiten von Zuhause – 10 Tipps

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Wer es geschafft hat, seinen Arbeitsalltag so zu gestalten, dass er einen Großteil seiner Arbeit von Zuhause aus erledigen kann, hat viele Vorteile gegenüber einem Job in einem Büro außerhalb der eigenen vier Wände: hier braucht man sich alleine die Zeit anzuschauen, die man täglich spart, um von Zuhause zur Arbeit zu kommen.

Allerdings liegen auch hier einige Stolpersteine im Weg, die man kennen sollte, um die eigene Produktivität bei der Heimarbeit nicht zu sabotieren und mehr aus seinen Ressourcen herauszuholen. Und genau darum wird es heute gehen.

Wer von Zuhause aus arbeitet, spart nicht nur wertvolle Zeit (je nach Fall sind es 2-3 Stunden täglich, für den Weg zur Arbeitsstelle und zurück). Mit der Heimarbeit lassen sich auch die eigenen Ausgaben minimieren, da man so kein Geld für Sprit und/oder öffentliche Verkehrsmittel ausgeben muss. Hinzu kommt noch die Verpflegung, bei der man nicht nur Geld sparen, sondern auch die Qualität besser kontrollieren und somit mehr für seine Gesundheit tun kann.

Kein Wunder also, dass der Trend für Heimarbeit, ob als Angestellter oder Freelancer, immer noch anhält und sich viele Menschen heute für das Geld verdienen von Zuhause entscheiden. Andererseits wird man in so einer Situation mit einigen Dingen konfrontiert, die man als Angestellter so nicht kannte, denn die Grenze zwischen Job und Privatleben ist als solche nicht mehr gegeben. Was also tun, um dem Chaos vorzubeugen und auch Zuhause effektiv zu bleiben?

Hier sind 10 einfache Regeln, die helfen, die Zeit beim Arbeiten von Zuhause optimal zu nutzen und motiviert zu bleiben:

1. Organisieren Sie sich einen Arbeitsplatz und arbeiten Sie nur dort

Sie brauchen auf jeden Fall ein Home-Office, einen Ort, wo Sie ausschließlich Ihren Aufgaben nachgehen. Dieser Bereich sollte strickt vom Rest der Wohnung getrennt sein. Wer im Bett oder auf dem Sofa seinem Job nachgeht, wird eher nicht produktiv sein, da wir diese Bereiche der Wohnung mit Erholung und Entspannung assoziieren. Es muss nicht unbedingt ein Extra-Raum sein (auch wenn das die beste Lösung wäre). Schon ein eigener Bereich reicht aus, um das Arbeiten von Zuhause effektiver zu gestalten. Dabei darf dieser Bereich nicht für andere Dinge genutzt werden. Sobald man diesen Bereich betritt, stellt man sich automatisch auf das Arbeiten ein.

2. Tragen Sie während der Arbeit Zuhause gesonderte Kleidung

Zugegeben, während seiner Heimarbeit Freizeitklamotten zu tragen klingt recht verlockend. Trotzdem ist das keine gute Idee. Es muss nicht gleich Schlips und Kragen sein, viel wichtiger ist, dass die Kleidung ein Signal für einen selbst ist und einen selbst auf eine gesunde Anspannung, Herausforderungen und kreative oder analytische Aufgaben vorbereitet.

3. Setzen Sie unterschiedliche Werkzeuge für Ihre Kommunikation ein

Ob mit dem eigenen Team oder mit Kunden, in fast jedem Bereich geht es auch um Kommunikation. Hierfür gibt es verschiedene Wege und Tools: Telefonate, E-Mails, Messengers, Chat-Programme und andere. Auch wenn jeder von uns hier seine Lieblingstools hat, sollte man sich fragen, ob es unbedingt ein Telefonat sein muss (welches oft mehr Zeit in Anspruch nimmt) oder ob vielleicht auch eine E-Mail ausreicht. Geht es darum, Dinge zu erklären oder gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, wäre ein Live-Chat die beste Lösung. Kann man Fragen auch nebenbei oder unterwegs klären, könnte ein Messenger die beste Wahl sein. So spart man wertvolle Zeit.

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4. Legen Sie feste Arbeitszeiten fest

Wer Zuhause arbeitet, wird automatisch dazu verleitet, seine Arbeitszeiten nicht so genau im Auge zu behalten. Hier sollte man streng zu sich selbst sein und sich an seine, vorher festgelegten Arbeitszeiten halten. Zum Einen hilft das bei der Auswertung dessen, was man am Tag, in der Woche und im Monat geschafft hat (und was nicht). Zum Anderen knüpft das an andere Routinen, die mit der arbeit zusammenhängen, an und hilft einem Job und Privatleben klar zu trennen.

5. Erstellen sie To-do-Listen und legen Sie Aufgaben für jeden Tag fest

Darüber habe ich bereits in einem meiner früheren Beträge über die Effektivität in der Selbstständigkeit geschrieben. Doch man kann diesen Punkt nicht oft genug betonen: Nicht zu enge, aber trotzdem vorhandenen To-do’s geben Ihrem Arbeitstag Zuhause eine Struktur, was essentiell ist. Will man seinen Fortschritt später analysieren, um eventuelle Schwachstellen zu finden, ist das Protokollieren von Aufgaben, die zu erledigen waren, enorm wichtig.

6. Lassen Sie sich durch Familie und Freunde nicht ablenken

Arbeitet man von Zuhause aus, kann es schnell dazu kommen, dass einen Familie und Freunde ablenken. Hier gilt es konsequent zu sein und Privates vom Beruflichen zu trennen. Die eigene Familie muss auf diesen Punkt vorbereitet werden, nur so lassen sich Konflikte vermeiden.

7. Gehen Sie raus und treffen Sie sich mit Kollegen und Kunden

Auf den ersten Blick widerspricht dieser Punkt dem letzten. In der Realität ist es nun mal so, dass man psychisch ziemlich schnell ermüdet, wenn man sich komplett isoliert. Live-Gespräche sind sehr wichtig und man sollte sich mehrmals in der Woche mit seinen Arbeitskollegen, Gleichgesinnten oder Kunden treffen. Zum Einen bleiben so die kommunikative Skills erhalten und zum Anderen kommt man so eher auf neue Ideen und kreative Lösungen.

8. Denken Sie sich Mini-Routinen aus

Routinen sind wichtig. Warum? Auch sie geben dem Arbeitstag eine Struktur und damit Sicherheit und haben einen positiven Einfluss auf den Flow. Es gibt Menschen, die eine To-do-Liste für den bevorstehenden Tag erstellen, während sie frühstücken. Ich persönlich beginne meinen Tag mit einer Tasse Kaffee und lese meine Mails. Solche Gewohnheiten erleichtern auf Dauer den Einstig und das Arbeiten von Zuhause.

9. Machen Sie Pausen

Planen Sie Pausen ein. Bei mir haben sich 10-15 Minuten kurze Pausen nach jeder Arbeitsstunde bewährt. Sitzt man zu lange vor dem PC, lassen irgendwann die Aufmerksamkeit und die Geschwindigkeit nach. Aufstehen, Fenster auf und sich kurz ablenken, danach kann die Heimarbeit weitergehen.

10. Belohnung nicht vergessen

Viele Menschen, die Zuhause arbeiten, unterschätzen diesen Punkt. Auch wenn wir uns bewusst antreiben können, um mehr zu schaffen, ist die Produktivität irgendwann im Keller. Woran das liegen kann und wie man das Problem löst, habe ich in diesem ausführlichen Beitrag zur SMART-METHODE beschrieben. Oft hilft hier auch schon, wenn man sich nach einer erfolgreich erledigten Aufgabe mit einem Kaffee oder Tee belohnt (auch Pausen sind Belohnungen).

Fazit:

Wer diese 10 einfachen Regeln befolgt, wird auch Zuhause genauso effektiv (und effektiver) arbeiten können. Man sollte allerdings nicht vergessen, dass es Zeit braucht, bis die einzelnen Einheiten, Abläufe und Routinen optimal ineinander greifen und die eigene Effektivität sichtbar steigern.

Quelle: http://www.inc.com/jayson-demers/10-habits-to-work-from-home-effectively.html

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