Wie kann ich mein Google Ranking verbessern? – Die Absprungrate senken!

Google Ranking verbessern, Absprungrate senken

Screenshot: Absprungrate [Google analytics]

Die Absprungrate einer Website gehört zu den Schlüssel-Metriken, an denen sich Google beim Ranking von Websites orientiert. Ist diese Zahl zu hoch, landet die eigene Firmen-Website früher oder später auf den hinteren Plätzen in den Suchergebnissen.

Warum und wie man die Absprungrate senken sollte bzw. kann, darum geht es im heutigen Post. Außerdem verrate ich, wie hoch die Absprungrate hier im Blog ist.

Wer beim Tracking seiner Website auf Google Analytics setzt, kennt die Absprungrate (auch Bounce Rate genannt). Für alle die, die zwar davon gehört haben, aber noch nicht so recht wissen, was die Zahl bedeutet, hier eine kurze Erklärung:

Die Absprungrate beschreibt quantitativ, wie viele Besucher (in Prozent) sich eine einzige Seite Ihrer Website angeschaut haben und danach „abgesprungen“ sind, sie also verlassen haben, ohne mit dieser zu interagieren.

Das ist in der Regel die Einstiegsseite, auf die der User durch die Suchmaschine oder durch einen externen Link weitergeleitet wurde.
Wie sinnvoll die Absprungrate bei der Bewertung von Websites ist und wie diese Zahl gewichtet werden sollte, das sei mal dahingestellt.

Fakt ist: Google misst diese Größe, und empfiehlt sie klein zu halten, also halten wir uns auch daran… Wie? Wie folgt:

1. Überprüfen Sie das Design und die technischen Charakteristiken Ihre Website

Als erstes sollten Sie überprüfen, ob eventuell das Design Ihrer Website für die hohe Absprungrate verantwortlich ist. Grelle Farben, die schlecht harmonieren, unpasende Schriftgröße, Bilder mit niedriger Auflösung und andere Elemente, die zum „Davonlaufen“ sind, sollten hier unter die Lupe genommen und korrigiert werden.
Dazu zählen auch technische Charakteristiken, wie zum Beispiel eine schlechte oder fehlende Anpassung der Website für mobile Geräte (Responsive Design) und hohe Ladezeiten. Auch hier muss alles im Grünen sein, um das Google Ranking langfristig zu verbessern.

2. Setzen Sie auf Storytelling

Wenn Ihr Blog-Artikel mit einer spannenden Geschichte beginnt, die Ihre persönliche Erfahrungen wiedergibt, steigt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der User etwas länger bleibt und den Beitrag zu Ende ließt.

Damit steigt aber auch die Wahrscheinlichkeit für eine Interaktion, vielleicht indem er etwas interessantes auf der Website entdeckt. Hier wird auch deutlich, warum eine gute interne Verlinkung so wichtig fürs Ranking ist.

Es ist übrigens normal, dass die Absprungrate zu Beginn, wenn man zum Beispiel einen neuen Blog startet, relativ hoch ist. Wer kaum Inhalte hat, kann auch keine verlinken!

Zu beachten ist auch, dass es für den Google-Algorithmus gleich ist, ob der Benutzer einige Sekunden oder eine halbe Stunde auf der Website war: hat er sich nur eine Seite angeschaut und ist danach gegangen, wird das als Absprung gewertet. Ist halt so…

Naja, nicht ganz: Für die eigene Auswertung lässt sich der Google-Analytics-Code etwas anpassen bzw. erweitern:

 setTimeout(‘_gaq.push([\’_trackEvent\’, \’NoBounce\’, \’Über 40 Sekunden\’])’,40000);

Den Code oben einfach vor dem </script> – Tag einfügen (verbringt der User demnach länger als 40 Sekunden auf Ihrer Website, wird er in Ihren Metriken nicht mehr als „Abspringer“ deklariert).

Damit hat man einen genaueren Blick darauf, ob Inhalte bestimmter Seiten „gut“ sind oder nicht. Die Platzierung in den Google-Suchergebnissen kann diese Maßnahme zwar nicht beeinflussen, zumindest nicht direkt, sinnvoll ist es jedoch allemal.

Und noch etwas:

Mit Storytelling meine ich Erfahrungsberichte, praktische Einblicke und persönliche Eindrücke. Es geht vor allem um Vertrauen und Glaubwürdigkeit.

Wer hier übertreibt und das Blaue vom Himmel zusammendichtet, wird eher das Gegenteil bewirken und die Absprungrate langfristig in die Höhe schnellen lassen.

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3. Personalisieren Sie Ihren Content

Personalisierter, auf die Zielgruppe zugeschnittener Content, erhöht das Involvement. Folgende Ideen unterstützen Sie dabei, mehr User mit Ihren Inhalten zu erreichen und damit auch die Absprungrate zu senken:

Bloggen Sie über etwas Persönliches. Das können zum Beispiel Ihre Gewohnheiten, Meinungen und Ansichten sein. Sind Sie vielleicht ein überzeugter Minimalist oder gar Nihilist?

Sofern das ihrem professionellen Image nicht schadet, können Sie das ruhig in ihren Content mit einfließen lassen.

Kein Schubladendenken, kreative, unkonventionelle Inhalte bleiben bei den Lesern besser hängen. Personalisieren Sie Ihren Newsletter, damit dieser auch gelesen wird.

Hier können Sie weitere Ideen und Themen für’s Bloggen finden

4. Erfüllen Sie die Erwartungen der User

Was passiert, wenn Sie auf einer Website landen, die nichts mit dem zu tun hat, was Sie gesucht haben? Natürlich verlassen Sie sie.

Das heißt für uns:

wer seine Website oder seinen Blog langfristig gut positionieren will, tut sich keinen Gefallen damit, wenn er in seinen Texten falsche Keywords verwendet oder seine Blogartikel mit süßen Katzenbildern „verschönert“.

Mit solchen Maßnahmen bringen Sie zwar mehr Besucher auf Ihre Website, diese werden aber genauso schnell verschwinden, wie sie gekommen sind, da sie schlicht und einfach nicht zu Ihrer Zielgruppe gehören. Das wäre nur eine temporäre Ranking-Verbesserung. Also:

  • Konzentrieren Sie sich auf Ihr Thema und Ihre Kompetenzen, damit werden Sie die Absprungrate nachhaltig senken können
  • Vermeiden Sie zu viel Werbung. Ich treffe immer wieder auf übertriebene Headlines von Blog-Artikeln, die meistens nicht halten, was sie versprechen.

Überlegen Sie sich genau, für wen Sie die Website gestalten und Ihre Texte verfassen. Wer gehört zu Ihrer Zielgruppe, was für Probleme hat Ihr Besucher?

Auf diese und ähnliche Dinge muss man auch achten, wenn man zum Beispiel für gute App-Bewertungen sorgen will.

5. Sorgen Sie für eine bequeme, intuitive Navigation

Laut der Definition, kann man die Absprungrate dann senken, wenn man den User dazu animieren kann, auf eine Link zu klicken. Das setzt voraus, dass solche Links auch „richtig“ platziert wurden.

Muss der User hingegen zu lange suchen, weil die Menüpunkte nicht im Blickfeld sind oder die Links einen schlechten Kontrast haben, wird er die Seite zügig verlassen und die Absprungrate steigt.

Damit das nicht passiert:

  • Sorgen Sie für eine gute Usability und User Experience
  • Verlinken Sie wichtige Texte, Bilder und Videos untereinander
  • Nutzen Sie solche Widgets wie „Beliebte Artikel“, „Letzte Kommentare“, „Das könnte Sie auch interessieren“ und so weiter
  • Gehen Sie sicher, dass die Suchleiste und die Navigation auch auf mobilen Geräten gut sichtbar ist

6. Bieten Sie Besuchern etwas zum Downloaden an

Bei einem Download handelt es sich auch um einen Link. Warum also nicht ein kurzes kostenloses E-Book oder eine Infografik als Download anbieten und damit die Wahrscheinlichkeit für eine Interaktion erhöhen (und die Absprungrate reduzieren)?

Zusammenfassung:

Obwohl die „Theorie“ leicht nachvollziehbar ist, scheint die Umsetzung nicht so trivial zu sein, wenn man nach den Themen Absprungrate verbessern oder Absprungrate reduzieren googelt.

Guter, auf die Zielgruppe optimierter Content, ansprechendes, übersichtliches (Responsive-) Design und Authentizität – das sind die wichtigsten Komponenten, um die Absprungrate langfristig in den Griff zu bekommen und das Google Ranking der eigenen Website zu verbessern.
P.S. Die Absprungrate hier im Blog übrigens liegt bei ca. 2% – ein guter Wert denke ich! 🙂

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