Warum Google 9 mal mehr Geld verdient als die Konkurrenz und was Startups daraus lernen können

Screenshot: fabernovel.com/

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Das Institut für Corporate-Innovationen Fabernovel hat anhand der vier größten Unternehmen untersucht, wie neue Technologien die traditionelle Business-Philosophie verändern:

Warum Google, Apple, Facebook und Amazon (GAFA) so erfolgreich sind, 9 mal mehr Geld verdienen als die Konkurrenz und was Startups daraus lernen können, habe ich mir hier genauer angeschaut.

Die Unternhmen aus der GAFA-Liste haben 2013 insgesamt 123 Mrd. US-Dollar akkumuliert. Die Einnahmen von Google, Apple, Facebook und Amazon sind zusammen fast so hoch wie das BIP von Dänemark, dabei werden in diesen unternehmen 100 mal weniger Menschen beschäftigt.

Das Umsatzwachstum von GAFA betrug 2013 mehr als 12%, während z.B. das BIP-Wachstum von China im selben Zeitraum um 9% anstieg.

Google und Apple waren bereits 2012 mehr Wert als z.B. Coca Cola und haben die Liste der teuersten Unternehmen angeführt.

Das Fabernovel-Institut hat Google und Co. genauer unter die Lupe genommen und herausgefunden, was die GAFA-Unternehmen so beliebt und erfolgreich macht.

Käufer ohne Geld:

Zu den Kunden der Big Player Google, Apple, Facebook und Amazon zählen nicht nur Menschen, die Produkte kaufen. Diese Unternehmen fassen den Begriff „Kunde“ weiter: Zu den Kunden zählen nämlich auch alle die, die die Entwicklungen des Unternehmens verfolgen und mit dem Unternehmen wechselwirken, indem sie zum Beispiel ihre persönlichen Informationen zur Verfügung stellen.

Anstatt also Ihr Marketing-Budget unnötig aufzublähen, konzentrieren sich die GAFA-Unternehmen auf die positive Interaktion mit dem User und die Kundenbindung, ganz gleich ob ein bestimmter Kunde Geld einbringt oder nicht.

Gerade diese Philosophie der GAFA-Unternehmen ermöglicht es ihnen Projekte auf die Beine zu stellen, die 60% der Menschen weltweit, die kein Internet haben, zusammenbringen sollen. Mit Hilfe solcher Projekte wie Facebook internet.org und Google Loon Project hat sich die Zahl der Internetnutzer in weniger als einem Jahr von 4,5 Milliarden auf mehr als 7 Milliarden erhöht.

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Verbessere nicht das Leben des Kunden, ändere es komplett:

55% der Gesamtzeit ihrer Digital Experience verbringen User gerade mit den Produkten und Services der GAFA-Unternehmen. Diese Unternehmen verändern also grundlegend die Gewohnheiten der Benutzer, weshalb sie auch so viral wachsen und Einnahmen nicht ins Marketing, sondern in die Forschung und Entwicklung investieren.

Hacker geben den Ton an:

GAFA-Unternehemn sind in der Regel die ersten, die prinzipiell neue Produkte auf den Markt bringen. Dafür stellen sie viele talentierte Programmiere, Hacker und Ingenieure ein. Gerade diese Hacker-Kultur diktiert dann auch den Lauf der Dinge. „Code vor Argumenten“ – so oder so ähnlich könnte man die Situation innerhalb von GAFA-Unternehmen am besten beschreiben.
Und genau das ist der Grund, warum keinem Facebook-Service zugestimmt wird, wenn es dafür keinen funktionierenden Prototypen gibt.
Und es gibt noch eine Sache, die diese Unternehmen zu den reichsten Unternehmen macht:

Flache Hierarchie

Google zum Beispiel strebt nach einer möglichst flachen Hierarchie: Von den insgesamt 37 000 Angestellten sind nur 14% Manager und 0,3% Vizepräsidenten und Direktoren.

Fazit:

Auch Startups können aus der Philosphie von GAFA-Unternehmen Einiges lernen. Zu den Kunden zählen demnach nicht nur Käufer sondern alle die, die in irgendeiner Weise mit dem Unternehmen interagieren. Dazu zählen im weitesten Sinne auch Multiplikatoren, wie zum Beispiel Journalisten und Blogger.

Dabei dreht sich alles um das funktionierende Produkt, erst dann kommen strategische Fragen und das Marketing. Flache Hierarchien sorgen für eine angenehme Arbeitsatmosphäre und können viele Prozesse beschleunigen.

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