Startup-Investoren richtig überzeugen – 10 Tipps von David Rose

Startup-Investoren richtig überzeugen - 10 Tipps von David Rose

David Rose ist kein Unbekannter in der Startup-Szene. Als Serienunternehmer und Gründer von „New York Angels“ – des größten Netzwerks von Business-Angels in den USA, weiß er wie kein anderer, wie man Investoren von seiner Startup-Idee überzeugen kann.

In seinem TED-Vortrag hat er angehenden Unternehmern verraten, auf welche 10 Dinge es bei der Präsentation der eigenen Startup-Idee wirklich ankommt. Seinen Vortrag kann ich jedem Unternehmer und Gründer wärmstens empfehlen. Den Clip inklusive Tipps habe ich hier, in diesem Beitrag zusammengefasst und verlinkt.

Worauf kommt es also letztendlich an, wenn man bei Venture Capital Gebern punkten möchte? Wenn du dich in die Lage der Investoren versetzt, dann geht es einzig und alleine darum, das Risiko zu minimieren. Die Fragen, die hier im Raum stehen, lauten also:

Warum du? Warum ausgerechnet in dich und deine Idee investieren?

Es kommt in dem Moment nur auf dich an, also auf das was du bist und wofür du als Unternehmer stehst. Dazu zählen vor allem:

1. Man kann dir vertrauen

Ja genau, denn als Startup-Investor geht man schließlich ein großes Risiko ein. Das heißt es geht in erster Linie darum, die Kapitalgeber von seiner Ehrlichkeit zu überzeugen und ihnen zu zeigen, dass man offen agiert. Im Großen und Ganzen geht es also um maximale Transparenz.

2.  Du brennst für dein Startup

Du musst für deine Startup-Idee brennen und was noch wichtiger ist, du musst deine Zuhörer damit anstecken. Es ist also entscheidend ob du mit dem ganzen Herzen dabei bist oder das „Startup-Ding“ nur so nebenbei machst. Du bist bereit Tag und Nacht an der Realisierung dieser Idee zu arbeiten? Genau das muss bei einer Präsentation oder einem Elevator-Pitch rüberkommen.

3. Du warst schon mal da

Du hast also einiges vor und zwar mit dem Geld der Kapitalgeber. Damit das Ganze nicht zu einem Abenteuer ausartet, solltest du Erfahrung haben. Du musst ähnliche oder vergleichbare Sachen gemacht haben und den Weg kennen, um dich nicht zu verirren. Das senkt das Risiko und bringt Pluspunkte bei den Investoren.

4. Du kennst dich aus

Auch das ist klar: wenn du Brötchen backen willst, aber noch nie eine Bäckerei von innen gesehen hast, wirst du dir mit deinem Startup die Finger verbrennen, ganz sicher. Leidenschaft und Feuer sind zwar wichtig, aber genauso wichtig ist es, sich mit der Materie gut auszukennen. Auch das mach dein Vorhaben weniger riskant und freut die Kapitalgeber.

5. Marketing, Vertrieb, etc. – kein Problem

Als Gründer muss man viele unterschiedliche Sachen im Griff haben. Man ist unter anderem für die Werbung, die Optimierung des Produktes, die Kundenakquise und viele andere Dinge verantwortlich. Gut, niemand kann alles wissen, Basics in diesen Bereichen sind aber ein Muss.

6. Du kannst ein Startup-Team führen

Niemand würde es schaffen alle Aufgaben, die bei der Gründung eines Startups anfallen, im Alleingang und mit erforderlicher Qualität zu lösen. Man braucht also ein Team, jemanden, der für die Technik verantwortlich ist und auch einen, der sich um das Marketing kümmert und so weiter. Dabei müssen die Investoren, die man überzeugen will, das Gefühl haben, dass du in der Lage bist, ein professionelles Team zusammenzustellen und zu leiten. Du musst also bei der Präsentation deines Konzepts zeigen, dass du Führungsqualitäten hast – das heißt organisieren und inspirieren kannst.

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7. Du kämpfst bis zum Schluss

Wenn man ein Unternehmen gründet, kann immer mal was passieren – einiges davon kann man beeinflussen, andere Sachen wiederum nicht. Als Gründer muss man jedoch in jedem Fall bereit sein, bis zum Schluss an Bord zu bleiben und alles zu tun, um den Untergang des Startups zu verhindern. Wenn du es schafft, potentielle Investoren von deiner Entschlossenheit zu überzeugen, ist das schon die halbe Miete.

8. Du willst etwas bewegen

Du hast eine Vision und willst mit deiner Startup-Idee etwas verändern. Auch wenn es den Investoren ums Geld-Verdienen geht, muss jedes Startup eine Botschaft und eine Mission haben. Denn jedes Startup muss wachsen und das geht nur, wenn es einen Slogan, eine klare Message gibt, mit der sich deine Zielgruppe identifizieren kann.

9. Du bist realistisch

Gut, du kannst deine Mitmenschen inspirieren und hast Biss. Ein Startup-Gründer muss aber noch eine Sache gut beherrschen: er braucht einen nüchternen und realistischen Blick darauf, was machbar ist und was nicht. Geduld und kritisches Denken können in manchen Situationen sehr angebracht sein und genau diese Eigenschaft suchen Kapitalgeber bei angehenden Unternehmern.

10. Du bist bereit zu lernen

Es gibt Menschen, die sich in vielen Dingen besser auskennen als du. Wenn du damit klar kommst und bereit bist Tipps und Vorschläge anzunehmen, dann hast du gute Chancen Business-Angels und Investoren auf deine Seite zu ziehen. Diese Leute haben meistens mehr Erfahrung, denn sie haben mehreren Startups auf die Beine geholfen.

Fazit:

Auch meine persönliche Erfahrung in der Selbstständigkeit zeigt: Die oben aufgezählten Qualitäten braucht jeder Gründer, egal ob man nun Geld für seine Selbstständigkeit braucht oder nicht. Auch Kunden riskieren nämlich, wenn sie Geld ausgeben und Geschäfte mit dir machen. Denn:

  1. Auch deine Kunden müssen das Gefühl haben, dass man dir vertrauen kann (ohne Vertrauen kein Geschäft).
  2. Du als Selbstständiger stehst hinter deinem Produkt und seiner Qualität (zum Teil bist du selbst das Produkt).
  3. Du hast Erfahrung und weißt wovon du sprichst. Kunden können sich auf dich und deine Infos verlassen.
  4. Du hast dich auf dein Produkt oder deine Dienstleistung spezialisiert und bist ein Experte, zeige das.
  5. Du hast Gründer-Wissen, du weißt, wie du Kunden akquirierst, Werbung machst, interne Prozesse optimierst.
  6. Du kannst Kunden von deinem Produkt und deiner Dienstleistung überzeugen und sie begeistern.
  7. Du machst weiter, auch wenn die Zeiten mal nicht so rosig sind.
  8. Du bietest Mehrwert, echte Lösungen für echte Probleme.
  9. Du hast deine Zahlen im Griff, keine riskanten Investitionen, keine unnötigen Ausgaben.
  10. Du behältst deinen Businessplan im Auge, lernst und optimierst laufend dein Geschäftsmodell

Aber wie kommuniziert man diese Kompetenzen? Was sagt man, um potentielle Investoren zu überzeugen? Ich hatte mich mit dieser Frage in meinem Beitrag „Startup-Finanzierung, wie du richtig kommunizierst“ beschäftigt. Auch in seiner Präsentation gibt David Rose dazu wertvolle Tipps.

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