Startup Gründung – Berlin oder Frankfurt am Main?

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startup gründen in welcher stadt?

Auf Startups wirkt Berlin wie ein Magnet. Vor allem der E-Commerce boomt in der deutschen Hauptstadt. Andere Großstädte wie Hamburg oder München können bezüglich der Investitionen in Startups nicht mithalten.

Nur Frankfurt am Main begegnet der Spree-Metropole in vielen Bereichen auf Augenhöhe. Was die Unterschiede sind, und worin sich die Städte bezüglich einer Startup-Gründung ähneln, wird im Folgenden anhand von Personal, Löhnen, geeigneten Räumlichkeiten und deren Mieten verdeutlicht.

Personal und Löhne

Auf den ersten Blick erscheint Berlin besonders aufgrund der vergleichsweise niedrigen Gehälter attraktiv. Dies bestätigt sich, wenn man das durchschnittliche Lohnniveau beider Städte miteinander vergleicht.

Betrachtet man allerdings die für ein E-Commerce Unternehmen wirklich relevanten Bereiche, sieht die Wirklichkeit anders aus. Insbesondere die Vergütung für Entwickler sowie das mittlere und das Top-Management unterscheidet sich keineswegs von den andernorts gezahlten Summen.

Grund dafür ist, dass diese Fachkräfte hochmobil und stark nachgefragt sind. Administrative Stellen werden in Berlin allerdings tatsächlich schlechter bezahlt als in Frankfurt.

Anders sieht es dafür bei Geisteswissenschaftlern aus, die meist im Content-Bereich tätig sind, und bei Kreativen wie Webdesignern und Fotografen. Hier herrscht in Berlin eine deutlich größere Nachfrage als in Frankfurt, weswegen die Löhne im Schnitt höher ausfallen. Ohnehin schafft die Berliner Startup Szene eine Vielzahl an Arbeitsplätzen – auch im internationalen Vergleich.

Was die Fluktuation angeht, unterscheiden sich beide Städte maßgeblich voneinander. In Berlin werden spezialisierte Mitarbeiter in den Bereichen SEM, SEO und IT-Entwicklung häufig abgeworben. In Frankfurt herrscht deutlich mehr Ruhe im Arbeitsmarkt, weil schlichtweg weniger Nachfrage für diese Berufe besteht.

Räumlichkeiten und Mietkosten

Aufgrund der aktiven Bebauung in Frankfurt herrscht derzeit viel Leerstand in Büroflächen. Deswegen kommt man in dort relativ leicht an zentral gelegene, gut ausgestattete und verhältnismäßig günstige Flächen.

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Aktuell ist das Frankfurter Bahnhofsviertel ein sehr beliebter Standort für Startups und kreative Unternehmen. Dieser Stadtteil überzeugt durch seine zentrale Lage direkt zwischen Hauptbahnhof und der Innenstadt und durch gute Konditionen – der Quadratmeterpreis beginnt zum Teil schon bei 6 Euro.

Hier hat beispielsweise das Startup Dormando seinen Hauptsitz, ein im Jahr 2013 gegründeter Online-Shop für Betten, Matratzen und andere Bettwaren.

In Berlin sieht es bezüglich freier Büroflächen deutlich schwieriger aus. Weniger Angebot und höhere Preise machen die Suche gerade für Startups deutlich beschwerlicher. Zudem zieht es viele in die hippen, zentral gelegenen Stadtteile wie Mitte, Kreuzberg oder Prenzlauer Berg.

Unternehmen wie Noblego, die ihren Sitz direkt am Kreuzberger Landwehrkanal haben, befinden sich an einem der zurzeit beliebtesten Orte in Berlin. Das 2011 gegründete Unternehmen vertreibt Genussmittel wie Zigarren und Zigarillos sowie dazugehörige Accessoires.

vergleich startups in frankfurt und berlin

Quelle: Startup NOBLEGO

Umgekehrt punktet Berlin dafür bei Mietwohnungen. Die Mieten sind in Frankfurt wesentlich teurer und anders als Büros Mangelware.

Immer mehr Berliner Startups entscheiden sich für die hippen Stadtteile wie Kreuzberg…

Bei der Städtewahl gibt es weder ausschließlich Vor- oder Nachteile. Derzeit liegt Berlin vorn, doch es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln wird.

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