Start-up-Unternehmen clever kopieren – 14 Tipps

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Viele der heute so erfolgreichen Start-up-Unternehmen sind Klone und verbesserte Kopien anderer Start-up-Unternehmen. Was lernen wir daraus? Genau, ob es uns passt oder nicht, Start-up-Ideen werden gerne und oft kopiert.

Mit einer exakten 1:1-Kopie ist es aber nicht getan. Deine Idee muss besser sein! Viel besser! Und wie schafft man das? Genau darum geht es heute. 

Apple, Facebook, Samsung (und viele andere) haben das schon mal gemacht. Ich spreche davon, dass Neues meistens auf dem aufbaut, was schon da ist oder war. Das ist oft der einzige Weg, um vorhandene Produkte schneller zu verbessern und neue zu entwickeln.

Deshalb habe ich mir heute die Frage gestellt, wie das erfolgreiche Kopieren von Start-up-Unternehmen in der Praxis funktioniert. Hier die Übersicht:

Mit diesen 14 Tipps kannst du fremde Start-up-Unternehmen kopieren und verbessern:

  1. Alternative Bedürfnisse
  2. Neues hinzufügen
  3. Dinge entfernen
  4. Mehr Bequemlichkeit
  5. Sachen kombinieren
  6. Kopieren und personalisieren
  7. Sich abheben – durch Langlebigkeit
  8. Besser durch Maximierung
  9. Mehr Entertainment
  10. Stichwort Portabilität
  11. Schneller sein
  12. Mehr Sicherheit
  13. Eine Preisfrage
  14. 1-13

Wir gehen gleich ins Detail. Aber ist das Kopieren von Start-up-Ideen überhaupt ok? Klären wir dafür die spannende Frage: Wer von den großen Start-up-Unternehmen hat auch clever kopiert?

Steve Jobs
Fangen wir mit Steve Jobs und Apple an. Das habe ich dann auch mal schnell recherchiert und wenn man den zahlreichen „Vorwürfen“ glauben darf, hat Jobs einiges an Ideen für sein Business übernommen:

1979 war er zum Beispiel zu Besuch bei „Xerox“ und ließ sich dort von der grafischen Bedienung mittels einer Computermaus inspirieren. Später hat die Apple-Legende dann auch viele Windows-Elemente für sein Betriebssystem Mac OS clever abgekupfert und verbessert.

Auch Bei der iPod-Entwicklung schaute er anderen Start-up-Unternehmen über die Schulter. Hier eine etwas längere Infografik dazu aus dem Netz, die zeigt, was Apple alles von diversen Unternehmen übernommen und optimiert hat:

Apple: They Didn't Build That!
Source: BestMastersPrograms.org

Mark Zuckerberg
Auch der CEO von Facebook wurde schon mehrfach beschuldigt, bei seinem sozialen Netzwerk plagiiert zu haben. Auch wenn das inzwischen kalter Kaffee ist, habe ich die Geschichte hier mit reingenommen: Die Winklevoss-Zwillinge haben Zuckerberg 2008 vorgeworfen ihre Idee geklaut zu haben.

Sie bekamen von Zuckerberg 65 Millionen Dollar. Ebenso wirft Aaron Greenspan (CEO von Think Computer Corporation) Zuckerberg auf seiner Homepage vor, die Facebook-Idee für sein Start-up-Unternehmen übernommen zu haben.

Samsungs Galaxy-Produkte
Und auch der südkoreanische Riese Samsung ist da keine Ausnahme (Ende 2013, sagte Apples Marketingchef Phil Schiller Folgendes dazu: „Ich war ziemlich geschockt. Sie haben das iPhone kopiert.“ ).

Ausländische Start-up-Unternehmen
Und auch ausländische Start-ups kopieren ihrerseits die Giganten aus dem Netz. Das populärste russische soziale Netzwerk vk.com gehört ebenso auf die Liste der gut geklonten Start-ups wie der chinesische Gigant alibaba (ein Startup-Hybride aus E-bay, amazon und facebook).

Das sind jetzt nur 5 bekannte Beispiele gewesen, aber eines ist klar: Das Kopieren ist weit verbreitet. Solche Kopien haben aber meistens mehrere Vorteile gegenüber dem Original, sonst wären sie ja nicht genauso erfolgreich oder sogar erfolgreicher als diese. Deshalb:

Was die Großen Start-up-Unternehmen machen, kann für kleine Start-ups nicht verkehrt sein.

Aber wie kopiert man jetzt erfolgreiche Start-up-Unternehmen? Hier die Antworten:

1. Tipp: Alternative Bedürfnisse

Es geht darum, neue Ideen, basierend auf der Analyse alter und erfolgreicher Business-Ideen zu finden. Du musst genauer hinschauen ob das Produkt, das du verkaufen möchtest, so angepasst werden kann, dass es ein Bedürfnis befriedigt, welches bereits andere erfolgreiche Produkte befriedigen.

Apple verkauft zum Beispiel keine Computer, Laptops und Tablets – Apple verkauft Status-Symbole!

2. Tipp: Ein Start-up-Unternehmen kopieren

und etwas Neues hinzufügen

Hier ist es ganz einfach. Du schaust dir sorgfältig deine Konkurrenz an und versuchst etwas, was diese Produkte nicht haben, zu deinem Produkt hinzuzufügen. Das Zusatz-Feature musst du natürlich ausreichend begründen. Deine Kunden erwarten eine Antwort auf die Frage:

Wofür hat das Produkt neben den und den Funktionen, auch noch die und die. Auf diese Weise hebst du dich von Ihnen ab und landest mit deinem Start-up-Unternehmen in einer Nische, die frei oder zumindest nicht so voll ist.

3. Tipp: Ein Start-up-Unternehmen klonen

und Dinge entfernen

Auch dieses Prinzip ist selbsterklärend: Analysiere das Produkt und entferne alles, was deine Zielgruppe negativ bewerten könnte. Kunden sind in der Regel bereit, mehr Geld für Produkte auszugeben, wenn diese für weniger Unbequemlichkeit und Unzufriedenheit sorgt als andere, vergleichbare Produkte.

Weniger gereizte Kunden bedeutet mehr Umsatz. Mach dich auf die Suche! Wenn dein Kunden-Service zum Beispiel besser ist, als der Kunden-Service des Originals, hast du mit Sicherheit mehr Erfolg als dieses Start-up-Unternehmen.

4. Tipp: Neues Start-up-Unternehmen,

mit mehr Bequemlichkeit

Dieses Prinzip bedeutet Folgendes: Wenn du es schaffst, dein Produkt deutlich bequemer, praktischer, zugänglicher und einfacher zu machen, als ähnliche Produkte deiner Konkurrenz, hast du eine Nische für dein Start-up-Unternehmen bereits gefunden.

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Tablets sind heute auch deshalb so erfolgreich, weil man bei diesen Geräten auf die klassische Tastatur verzichten kann. Es ist oft viel praktischer mit einem Touchpad zu arbeiten, als mit Netbooks.

5. Tipp: Neues Start-up-Unternehmen klonen

und Sachen kombinieren

Kombiniere sinnvoll die besten Eigenschaften des einen Produkts mit den Vorteilen eines anderen, so erhältst du ein komplett neues Produkt und damit eine neue Nische.

Ein einfaches Beispiel aus dem Alltag: Eis und Schokolade ergeben Schokoladen-Eis. Über ein aktuelles Beispiel, das Start-up-Unternehmen alibaba, habe ich ja oben schon geschrieben.

6. Tipp: Start-up-Unternehmen kopieren

und personalisieren

Such nach Möglichkeiten dein Produkt zu personalisieren, es individueller zu machen. Alles was nach einem Abklatsch aussieht, wird man kaum verkaufen können. Heute wird dieses Prinzip gerne angewandt, zum Beispiel in der Verpackungsindustrie:

Sehr oft hat man dabei das Gefühl, dass sich am Inhalt unterschiedlicher Produkte (vor allem bei Lebensmittel-Produkten) nicht viel ändert.

Anhand der Verpackung identifizieren sich aber viele Menschen mit einem bestimmten Produkt oder mit einer bestimmten Lebensweise. Und damit kannst du eine Nachfrage oder eine Nische schaffen.

Eine andere Möglichkeit ein Produkt origineller zu machen ist, einen ungewöhnlichen Ablauf beim Service oder ein anderes Design zu verwenden. In allen diesen Fällen differenzierst du dich sichtbar vom Original-Start-up-Unternehmen .

7. Tipp: Sich vom Original-Start-up-Unternehmen abheben–

durch Langlebigkeit

Wir alle schätzen Qualität und sind auch bereit, mehr Geld in solche Dinge zu investieren. Die Langlebigkeit deines Produkts ist damit ein starkes Argument, um es zu kaufen. Wichtig hierbei ist, dass dein Geschäftsmodell diesen Punkt berücksichtigt: Wenn dein Produkt über Jahre funktioniert, muss du klären, wie du anderweitig Einnahmen generierst.

8. Tipp: Besser durch Maximierung

Hier muss man herausfinden, welche Details und Besonderheiten die Kunden an deinem Produkt schätzen und positiv bewerten. Ist das geschehen, solltest du unbedingt diese Eigenschaften optimieren und noch mehr betonen. Steht dein Start-up-Unternehmen für Sicherheit.

Dann biete deinen Kunden noch mehr Sicherheit. Wenn dein Produkt Genuss bedeutet, mach dein Produkt noch genussvoller. Damit kann man auch in einer stark umkämpften Nische expandieren.

9. Tipp: Mehr Unterhaltung – mehr Kunden

für dein Start-up-Unternehmen

Von Geburt an und bis ins hohe Alter legen wir viel Wert auf Unterhaltung. Das gehört zu unseren Bedürfnissen und wenn man genauer hinschaut, geben wir dafür auch gerne Geld aus (das hat die Unterhaltungsindustrie schon längst erkannt und auch das Internet bietet da viele Möglichkeiten).

Finde deshalb Wege, deine Kunden vor, während und nach dem Einkaufen deiner Produkte zu unterhalten. Das macht dann auch aus deinen ersten Kunden Stammkunden. Ein typisches Beispiel für so ein Start-up-Unternehmen ist das erfolgreiche finnische Spiel Angry Birds.

10. Tipp: Stichwort Portabilität

Menschen können es nicht leiden, eingegrenzt oder beschränkt in ihren Möglichkeiten zu sein. Mach dein Produkt deshalb leichter, zugänglicher, mobiler, vielseitig einsetzbarer – so findest du schneller eine Nische für dein Start-up-Unternehmen.

Wenn du die Wahl hast zwischen einem dünnen und kompakten Smartphone und einem größeren Mobiltelefon, weißt du ja auch welcher „besser“ ist oder?

11. Tipp: Dein Start-up-Unternehmen muss schneller sein

Unserer Welt dreht sich immer schneller! Und natürlich könntest du etwas schneller produzieren als deine Konkurrenz. Dabei darf die Qualität nicht darunter leiden. Vielleicht sind es Bestellungen, die du schneller abwickeln kannst? Oder hast du vielleicht die Möglichkeit schnelleren Service anzubieten?

Vielleicht schafft es dein Produkt ein Bedürfnis des Kunden schneller zu befriedigen als alternative Produkte auf dem Markt? Das alles versteht man unter der Optimierung der Geschwindigkeit.

12. Tipp: Kopieren und Sicherheit bieten

Wenn es dir gelingt deine Kunden davon zu überzeugen, dass dein Produkt sicherer und zuverlässiger ist als das Produkt der Konkurrenz, wird sich dein Start-up-Klon von der Konkurrenz abheben. Niemand geht gerne Risiken ein, schon gar nicht, wenn’s ums hart verdiente Geld geht. Wenn du Wege findest, deinen Kunden mehr Sicherheit anzubieten, ist das ein Pluspunkt für dein Start-up-Unternehmen.

13. Tipp: Eine Preisfrage

Und natürlich ist auch der Preis ein sehr starkes Argument! Schaue genauer hin, welche Produkte deine Konkurrenz nicht anbietet und warum sie das nicht tut. Sind es hauptsächlich wohlhabende Kunden?

Dann solltest du vielleicht schauen, ob du mit deinem Produkt vielleicht Menschen ansprechen kannst, die weniger Geld ausgeben wollen (dafür könntest du zusätzlich mit Hilfe der oberen Prinzipien 1-3 dein Produkt etwas abändern). Wenn das gelingt, wird sich dadurch eine starke Nische für dein Start-up-Unternehmen ergeben.

14. Tipp: 1-13 kombinieren

Dieser Tipp ist kurz. Gehe die Tipps 1- 13 durch und kombiniere sie untereinander. Mixe zum Beispiel die Tipps 2 und 3, Tipps 7, 8 und 9. Schau einfach regelmäßig, was du alles umsetzen kannst und was dein Produkt besser macht!

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