Online-Shop erstellen – die ersten 5 Schritte für den Start

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„Können Sie mir einen Online-Shop erstellen?“ – Genau diese Frage wurde mir in den letzten Tagen immer wieder gestellt. Kein Wunder: Mit einem eigenem Online-Shop kann man deutlich mehr Menschen mit seinen Produkten erreichen als das offline der Fall ist.

In einem Online-Shop kann man außerdem an 365 Tagen im Jahr verkaufen (theoretisch, warum das praktisch nicht immer funktioniert, dazu weiter unten mehr…). Und auch Kosten für Miete und Personal fallen weg, wenn man es schafft, mit seinem Geschäft ins Netz umzuziehen. Um hier einen guten Start hinzulegen, sollte man allerdings einige Punkte beachten und genau um diese ersten Schritte geht es heute.

Warum kaufen Menschen gerne in Online-Shops ein? Die untere Statistik zeigt die wichtigsten Gründe, die für einen Online-Shop sprechen. Genau das motiviert Menschen und sollte für jeden nachvollziehbar sein, der einen Online-Shop erstellen möchte:

Statistik: Weshalb kaufen Sie lieber im Internet als im Geschäft? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Gut. Vertrödeln wir also nicht unnötig unsere Zeit und fangen wir gleich mit dem ersten Schritt an:

1. Wähle deine Produkte

Der erste Schritt beim Erstellen des eigenen Online-Shops ist offensichtlich: Wir müssen entscheiden, welche Produkte genau wir hier verkaufen wollen. Mit anderen Worten: Du musst dich für eine Nische entscheiden und dabei können dir folgende Punkte die Suche ungemein erleichtern:

  • Schau dich etwas um! Was passiert gerade um dich herum? Was würdest du jetzt unbedingt haben wollen? Ein neues Smartphone? Eine neue Jeans? Oder sind vielleicht deine Kopfhörer hin? Denk auch an saisonale Produkte, wie zum Beispiel Sonnencreme (Tipp: Das kostenlose Google-Tool zur Trend-Analyse spuckt dir dazu schnell einige spannende Infos raus). Wenn man’s richtig anstellt, bekommt man solche Produkte außerhalb der Saison deutlich günstiger und kann einen höheren Gewinn erzielen. Was kann man noch tun, um eine gute und vor allem freie Nische für sein Online-Shop zu finden?
  • Verwandte, Freunde, Bekannte und deren Bekannte fragen, was sie gerade beschäftigt, womit sie sich schwer tun und ob ihnen momentan etwas fehlt. Wir suchen permanent nach Lösungen für irgend ein Problem und das auch im Netz: Das kann etwas für den Haushalt sein, für den Beruf oder für das eigene Auto. Und noch etwas kann bei der Suche nach Artikeln für den eigenen Online-Shop helfen:
  • Infos im Netz sammeln! Was ist dort gefragt, was kaufen Menschen dort am liebsten? Um das zu erfahren, könnten Rabatt-Seiten und Gutschein-Seiten wie mydealz oder groupon im Internet durchaus brauchbare Vorschläge für deinen eigenen Online-Shop liefern. Auch E-Bay und Amazon haben beliebte Produkte in ihren Online-Shops, einfach mal reinschauen.

Die passende, freie Nische für seinen Online-Shop zu finden, das ist ein Thema für sich und alles spricht dafür, dass ich hier noch den einen oder anderen Beitrag liefern werden. Wenn du noch absolut keine Ahnung hast, was du in deinem eigenen Online-Shop verkaufen willst, könnte dir mein Post Startups kopieren und übertreffen, weiterhelfen.

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Screenshot: google.de/trends „Saisonale Produkte für einen Online-Shop finden“

Vielleicht hast du dich aber schon für eine Nische entschieden, dann geht’s jetzt weiter mit dem zweiter Schritt:

2. Analysiere deine Artikel

Angenommen du hast dich mit deinem Online-Shop auf bestimmte Produkte spezialisiert. Hier macht es keinen Sinn voreilig zu sein und im Eifer des Gefechts schnell nach Lieferanten zu suchen. Nimm dir etwas Zeit für eine kurze Analyse der Artikel. Was meine ich damit? Ganz einfach:

  • Schätze deinen möglichen Gewinn ab (Besser: Berechne ihn genau!). Hast du überhaupt was davon? Gut, bestimmte Artikel sind gerade gefragt, aber für wie viel Geld kannst du diese Artikel vom Produzenten oder Lieferanten bekommen? Und was noch wichtiger ist: Für welchen Preis wird man dir diese abkaufen? Was bleibt dir am Ende übrig? Welche Menge musst und willst du einkaufen? Und wo willst du die Sachen lagern, bis die über deinen Online-Shop weggehen. Sind damit Kosten verbunden? Gibt es noch andere Kosten, die man hier nicht sofort auf dem Schirm hat? Diese musst du natürlich mit einbeziehen. Hier kann es schnell passieren, dass man sogar Miese macht, also alles gründlich durchkalkulieren und erst danach den Lieferanten anrufen. Außerdem ist Folgendes wichtig:
  • Kennst du dich mit dem aus, was du anbieten willst? Das ist durchaus eine berechtigte Frage und ist vor allem nach dem Erstellen des Online-Shops wichtig, wenn man sich um den Service und die Kundenbetreuung kümmern muss. Natürlich kann man sich in viele Gebiete vertiefen und einarbeiten, du wirst aber merken, dass du dafür kaum Zeit haben wirst. Das ist einfach nicht effektiv (Hier ein Artikel von mir, in dem du erfährst, was deine Effektivität steigern kann)!
  • Bevor du deinen Online-Shop endgültig erstellst, solltest du auch prüfen, wie dein Produkt bei den Menschen ankommt. Das kann man zum Beispiel auf E-Bay-Kleinanzeigen oder auf der Plattform Amazon tun. Das ist zwar nur ein Test, aber dieser kann das Risiko reduzieren.
  • Schaue dir genauer deine Konkurrenz an. Wie viele verkaufen in ihrem Online-Shop ähnliche Produkte und wie „stark“ sind diese Leute? Wie kann man das anstellen? Die einfachste Variante wäre die Google-Suche zu nutzen und „Dein Produkt kaufen“ zu googeln. Hier sind für uns vor allem Suchergebnisse auf der ersten Google-Seite interessant (es gibt natürlich auch übermotivierte User, die werden auch die nächsten Seiten aufrufen, aber ihre Anzahl ist eher bescheiden). Diese Konkurrenz könnte man im ersten Schritt einfach anhand des verwendeten Layouts, der Produkt-Auswahl, der Preise und der Social-Media-Kanäle bewerten.
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3. Schaue dich nach Lieferanten um

Es gibt verschiedene Wege nach einem passenden Lieferanten für seinen Online-Shop zu suchen. Hier ist etwas Kreativität gefragt, auf jeden Fall sollte man nichts unversucht lassen, sowohl online als auch offline:

  • Mit einer einfachen Suche im Internet. Einfach das entsprechende Produkt, das in deinem Online-Shop verkauft werden soll und dahinter das Keyword „Großhandel“: Zum Beispiel „Grill Großhandel“
  • Man kann auch gleich entsprechende Portale aufsuchen, die die einzelnen Großhändler auflisten.
  • In lokalen Zeitschriften und Zeitungen. Dort findet man oft Anzeigen und Berichte über die Großhändler in seiner Umgebung (die Entfernung ist hier entscheidend, denn so lassen sich die Transportkosten minimieren und mehr Gewinn erwirtschaften)
  • Auf themenrelevanten Veranstaltungen (Ausstellungen, Präsentationen etc.)
  • Man kann auch hingehen und die Lieferanten der Konkurrenz unter die Lupe nehmen. Das hat den Vorteil, dass diese bereits geprüft wurden und höchstwahrscheinlich gute Konditionen haben. Und wie stellt man das an? Einfach im Online-Shop der Konkurrenz den entsprechenden Artikel bestellen, in der Regel stehen dann in der Rechnung alle wichtigen Informationen drin…

4. Kümmere dich um die Verbreitung und Werbung

Fakt ist: Ohne Werbung keine Kunden und ohne Kunden kein Umsatz. Auch hier führen mehrere Wege nach Rom. Hier einige kostengünstige Möglichkeiten:

  • Man kann in die Trickkiste der Suchmaschinen-Optimierung greifen, und seinen Online-Shop in den Suchergebnissen nach oben bringen. So etwas dauert aber meistens seine Zeit. Wenn einem die Begriffe Backlink-Aufbau, Content-Marketing und Social Media Marketing etwas sagen oder wenn man jemanden kennt, dem diese Begriffe etwas sagen 😉 , kann man bei der Verbreitung seines Online-Shops einen Batzen Geld sparen.
  • Einen eigenen YouTube-Kanal aufsetzen und mit spannenden Produkt-Präsentationen oder viralen Videos punkten (über virale Videos und Beispiel für Social Media Kampagnen habe ich in diesem Post geschrieben)
  • Mund-zu-Mund-Propaganda nutzen und den eigenen Online-Shop in der unmittelbaren Umgebung bekanntmachen.

Wer nicht warten will und etwas Kleingeld in der Tasche hat, der könnte zum Beispiel:

  • Adwords-Anzeigen oder Banner-Werbung für seinen Online-Shop schalten lassen
  • In Social Media (zum Beispiel auf Facebook) werben
  • Blogger ansprechen, die den Shop in themenrelevanten Artikeln unter die Lupe nehmen

Und noch eine Sache ist nach dem Erstellen des Online-Shops wesentlich:

5. Alternative Plattformen neben dem Online-Shop nutzen

Dein Online-Shop ist zwar die Basis für den Verkauf, es muss aber nicht die einzige Website im Netz sein, die von deinen Produkten handelt. Inzwischen erreicht man in Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Google+ so viele Menschen, dass es eine Verschwendung wäre, diese Kanäle nicht zu bespielen.

Auch thematische passende Foren und Websites bieten einen bequemen Zugang zu Menschen, die deine Produkte suchen könnten. Aufgepasst! Seine Facebook-Freundesliste oder irgend welche Foren mit plumpen Angeboten zu penetrieren ist allerdings geschmacklos.

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