Mehr App-Bewertungen im App Store und Google Play – Circa-News-Entwickler gibt Tipps

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Bewertungen im App Store und google Play verbessern, Tipps

Screenshot: cir.ca

Neulich bin ich über einen spannenden Post gestolpert, in dem der App-Entwickler Matt Galligan seinen Blog-Lesern verraten hat, wie er seine User dazu gebracht hat, ihm 5 Sterne im App Store und Google Play zu geben. Hier die wichtigsten Tipps, um seine Bewertungen zu verbesern.

Matt Galligan hat sich mit Hilfe des Feedback-Formulars ganz nach vorne gekämpft. Wie es ihm und seinem Team gelang 90% der User dazu zu bringen seine App Circa News mit 5 Sternen zu bewerten, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Insgesamt wurde die Carca News App 1076 Mal bewertet. Davon nur 16 Mal mit einem, zwei oder drei Sternen. Wie schafft man so etwas? Für alle die, die es eilig haben 😉 , hier eine kurze Zusammenfassung seiner wichtigsten Tipps für mehr Erfolg im App Sore:

  • Entwickle eine gute App
  • Ärgere nicht die Nutzer
  • Höfflich bitten statt anflehen

„Seitdem die Circa-News-App im App Store erschienen ist, haben wir, was die Bewertungen unserer App angeht, sehr viel erreicht. Nahezu jedes große Update der App wurde von den Usern im Durchschnitt mit fünf Sternen bewertet. Und das ist kein Zufall.

Dafür gibt es zwei Gründe: wir haben uns schon immer auf die hohe Qualität der User Experience konzentriert. Außerdem haben wir uns um eine für den User einfache Möglichkeit bemüht, Feedback zu hinterlassen, wenn ihm die App gefallen hat.

In diesem Artikel erfahrt ihr, was wir in den letzten Jahren alles durchgemacht haben und wie ihr von diesem Wissen für eure Apps profitieren könnt.

Wozu gibt es App-Bewertungen und Rezensionen?

Die Bewertungen der App können einen positiven oder negativen Einfluss darauf haben, wie Menschen von der App erfahren. Im App Store zum Beispiel bestimmen die Bewertungen ob eine bestimmte App weiter oben oder weiter unten in den Suchergebnissen auftaucht. Außerdem tauchen nur die am besten bewerteten Apps in den Top-Charts auf.

Solche Projekte, die viele Bewertungen haben und positiv bewertet werden, neigen weniger zu Schwankungen in den Charts. Das ist der Grund, warum solche Anwendungen auch auf Dauer weiter oben gelistet werden.

In den Suchergebnissen tauchen die am besten bewerteten Apps weiter oben auf als andere. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wenn ich eine App sehe, die 3,5 oder weniger Sterne hat, denke ich nicht mal dran diese zu installieren.

Das Risiko, das so eine App eine schlechte User Experience aufweißt, ist mir hier zu hoch. Und ich bin vermutlich nicht der einzige, der so denkt.

Aus den oben geschilderten Gründen bitten immer mehr App-Entwickler um Bewertungen. Auch für uns waren die Bewertungen viel zu wichtig, dass wir diese dem Zufall überlassen wollten (diese bestimmen schließlich auch die Download-Zahlen).

Allerdings hat die Erfahrung gezeigt, dass das „Bitten“ um Bewertungen viele User eher nervt und damit die Verbreitung der Anwendung eher negativ beeinflusst.

Alle hassen Pop-ups

Die Mehrzahl der Entwickler, die ich bis jetzt gesehen habe, geht hier wie folgt vor: Während sich der User gerade mit der App beschäftigt, taucht, mir nichts dir nicht, ein Pop-up auf und bittet um ein Feedback. Auch wir haben diese Methode angewandt und hatten durchaus Erfolg damit. Später kamen dann die Probleme.

Wir hatten allerdings darauf geachtet, dass nicht jede Sitzung den User auf diese Art unterbricht.

Es gibt hier drei einfache Regeln:

  1. Störe niemals das Nutzungserlebnis eines Users.
  2. Bitte den User nicht deine App zu bewerten, nachdem er diese plötzlich geschlossen hat. Das ist einfach dumm.
  3. Hebe dir dein Anliegen bis zum richtigen Moment für ein positives Feedback auf (dazu gleich mehr).

Die App HotelTonight zum Beispiel sendet die Anfrage, diese zu bewerten, erst nachdem es dem Benutzer gelang, ein Zimmer erfolgreich zu reservieren. Das heißt, dass alle die, die es nicht geschafft haben, wohl kaum bereit wären die App mit fünf Sternen zu rezensieren, wozu also diese User überhaupt fragen?

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die meisten User, die mit dem Ergebnis glücklich sind, die App auch gerne weiterempfehlen und positiv bewerten werden.

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Da unsere App Circa News keine Transaktionen vorsieht, hatten wir keine Möglichkeit den Aufruf nach einer erfolgreichen Interaktion zu platzieren – also musste etwas anderes her. So haben wir beschlossen die Frage nach der Bewertung der App erst dann zu stellen, wenn der User unseren Service nicht weniger als zehn Mal innerhalb von drei Tagen geöffnet hat.

Dadurch haben wir uns zwar auf eine relativ kleine Gruppe von Usern beschränkt, diese haben unsere Anwendung jedoch positiv bewertet.

Nach dem wir das oben Beschriebene in die Praxis umgesetzt hatten, ist es uns gelungen gute Rezensionen, das heißt im Durchschnitt fünf Sterne zu bekommen – was für gewöhnlich sehr selten passiert. Allerdings ist uns dabei noch etwas aufgefallen: Wir habe zwar gute App-Bewertungen erhalten, diese waren jedoch nicht so zahlreich wie gewünscht. Es musste an der „Bitte“ selbst liegen.

Fast alle negative Bewertungen haben wir deshalb erhalten,

weil wir darum gebeten haben.

Also standen wir vor einem Dilemma: für mehr Downloads mussten mehr Bewertungen her. Unser Aufruf konnte jedoch dazu führen, dass wir auch negative Bewertungen erhalten. Nach langem Grübeln hatten wir die Lösung gefunden: das Problem war nicht die Tatsache, dass wir um Bewertungen gebeten hatten, sonder die Art wie wir es taten.

Integrierter Aufruf die App zu bewerten

Die Schwierigkeit mit den Pop-ups ist die, dass solche Fenster das Nutzungserlebnis des User mit der Anwendung unterbrechen. Also haben wir unsere „Bitte“ in das Nutzungserlebnis integriert. Wir nennen es Integrierte Bewertungen (integrated rating).

In unserer Circa-App haben wir diese Bewertungsmöglichkeit im Content bzw. in der Liste zwischen den aktuellen Geschichten platziert. So konnte der Benutzer weiter scrollen ohne mit dem Aufruf zu interagieren, im Gegensatz zu einem Pop-up, das so oder so eine Wechselwirkung erfordert.

Wenn du dich fragst, ob etwas den User nerven könnte, ist die Antwort immer positiv. 

Bei euren eigenen Apps müsst ihr also herausfinden, welche Position für die integrierten Bewertungen die beste ist. Es könnte sein, dass so eine Anfrage für Shop-Apps besser im Anschluss an eine abgeschlossene Bestellung versendet werden sollte (so wie es bei Bestellungen auf Ebay der Fall ist).

Für Social-Apps hingegen könnte eine Platzierung innerhalb des News-Feeds mehr Sinn machen. Auf jeden Fall sollte die integrierte Bewertungsmoglichkeit dafür sorgen, dass der User weniger gereizt wird und seine Interaktion mit dem Service ungestört fortsetzen kann.

Fragen Sie nach einer Bewertung, statt zu bitten

Als wir unsere integrierte Lösung im Team besprochen hatten, war uns klar, dass es besser wäre, den User nicht direkt nach einer Bewertung zu fragen, sondern ihm eine einfache Frage zu stellen:

Haben Sie Spaß mit Circa News?

Mit den beiden Optionen:

  • Ja!
  • Nicht wirklich.

Auf eine Bitte die App zu bewerten kann der User entweder reagieren oder auch nicht. Eine Bewertung lässt ihm hier kaum Spielraum und auf die obere Frage gibt es entweder eine positive oder eine negative Antwort (unter Berücksichtigung der oberen Strategie wird die App-Bewertung wahrscheinlich eher positiv sein).

Außerdem bekommt man auf diese Weise ein genaueres Feedback und kann das Produkt mit seiner Hilfe schneller optimieren.  Hierfür haben wir für User, die sich für „Nicht wirklich!“ entschieden hatten, ein weiteres Fenster mit einem entsprechenden Eingabefeld vorgesehen, in das sie ihre Probleme mit der App eintragen können.

Alle die, die auf „Ja!“ klicken, können unsere App mit Hilfe der Sterne rezensieren.

Das wichtigste an der Stelle ist, dass wir es in jedem Fall mit loyalen und ernstzunehmenden User zu tun habe (unsere Integrierte Bewertung taucht nicht bei jedem User auf) und entweder gute Bewertungen oder konstruktive Kritik erhalten.

Im ersten Fall helfen uns die User unseren Service zu pushen, im zweiten unser Produkt zu verbessern. Nach dem der Nutzer auf „Ok, sure“ geklickt hat, wird seine Feedback direkt an unser Support-Team weitergeleitet und beantwortet.“

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