Internet Marketing Trends 2016 – worauf wir uns vorbereiten müssen (1.Teil)

Ändern sich die Spielregeln, ändern sich auch die Spieler: die Einen kommen, die Anderen müssen gehen. Auch das Internet ist hier keine Ausnahme: Trends und Technologien verändern schon jetzt die Internet-Marketing-Landschaft.

Welche Änderungen im E-Commerce 2016 auf uns zukommen und was das für das eigene Online-Business bedeutet, das schaue ich mir in diesem Artikel genauer an.

1. Marketing-Trend: Social Network Marketing 1.0 ist bald tot

Die klassische Werbung findet schon heute deutlich weniger Beachtung, als es noch vor ein paar Jahren der Fall war.

Aufdringlich blinkende und grelle Werbebanner, die die User Experience massiv stören und sich oft an die falsche Zielgruppe wenden, werden einfach ignoriert.

Aber was sind Social Networks 1.0 und wie hängen die eigentlich mit dem oben Gesagtem zusammen? Ganz einfach: Auch Soziale Netzwerke werden heute sehr aktiv (oft sogar aggressiv) für diverse Marketing-Zwecke genutzt.

Viele Unternehmen versuchen User auf Facebook, Twitter und Co. von Ihren Angeboten zu überzeugen, tarnen Ihre Werbung als nützliche Informationen und streuen diesen Content unter den Gruppenmitgliedern und Followern.

Doch auch hier tut sich inzwischen Einiges, sodass es für Marketer, die auf Social Network Marketing 1.0 setzen, immer schwerer wird, Produkte zu vermarkten bzw. zu verkaufen. Woran liegt das?

Das liegt daran, dass auch Social Networks Geld verdienen wollen und müssen. Facebook hat bereits reagiert und die Sichtbarkeit von Post mit Werbebotschaften im Newsfeed reduziert. Es besteht kein Zweifel, dass diesem Beispiel bald auch andere Big Player folgen werden.

Tipp:

Eigene Netzwerke knüpfen, selbst Ressourcen zur Verfügung stellen, nach Alternativen suchen.

2. Marketing-Trend: Suchmaschinen verlieren Marktanteile

Für ihre Suche nutzen User inzwischen immer seltener solche Suchmaschinen wie Google oder Yahoo. Stattdessen werden gezielt Plattformen gewählt, die das Gesuchte auch anbieten.

Laut Forrester group hat sich bereits 2013 jeder dritte Amerikaner bei seiner Suche nach Produktbeschreibungen direkt auf die Amazon-Seite begeben.

Auch Soziale Netzwerke werden immer mehr für die Suche eingesetzt (die „#-Funktion“ kannte man vor einigen Jahren noch gar nicht).

Und als ob das nicht schon genug wäre: Plattformen und Online-Services für Produkt- und Preisvergleiche schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden und sichern sich damit ihren Marktanteil.

Tipp:

Online Marketer sollten auf vielen Plattform aktiv sein, eigenen Blog betreiben und Ausschau nach neuen Plattformen halten.

3. Marketing-Trend: Messenger sind die Social Networks von morgen

Solche Instant Messeging Dienste wie WhatsApp, Facebook Messenger oder Telegram werden immer beliebter. Sie sind bequemer und schneller als die klassischen Social Network Plattformen, wenn es darum geht sich mit anderen Usern auszutauschen.

Natürlich werden Facebook, Google+, Twitter und Co nicht komplett verschwinden – diese wird man auch weiterhin nutzen, um Bilder und Videos zu konsumieren und zu teilen oder Posts zu kommentieren. Die Aktivität wird sich allerdings in Richtung Messenger verschieben.

Tipp:

Die eigene Online-Präsenz mittels Apps und Mobile-Services stärken.

4. Marketing-Trend: Das Internet der Dinge wird zur Realität

Das Internet der Dinge (Internet of Things oder kurz IoT) ändert nicht nur die Marketing-Landschaft. Sobald der eigene Kühlschrank, das Bügeleisen und die Kaffeemaschine ans Internet angeschlossen sind, wir man auch anders nach Informationen suchen und diese konsumieren.

  Effektive Marketing-Strategie oder wie funktioniert Content Marketing?

Sobald die einzelnen Geräte beginnen, Informationen  untereinander und im Netz auszutauschen, wird sich das komplette Leben ändern. Was erwartet uns dabei? Und noch wichtiger: Wie ändert sich das Internet-Marketing als Reaktion auf diesen Trend?

Das Internet der Dinge wird auch die Suchmaschinen-Algorithmen verändern, denn wir werden in Zukunft anders suchen.

Damit wird auch die Spracherkennung von Google und Co. weiterhin optimiert. Wer diesen Trend verpasst, verschwindet langfristig vom Markt.

Tipp:

Die Suchmaschinen-Anbieter genau beobachten und mittels Hypothesen versuchen, die weitere Entwicklung von SEO und Co. zu prognostizieren.

5. Marketing-Trend: Tragbare Geräte und Gadgets erobern immer mehr Nischen

Uhren, Brillen, Armbänder mit Displays, die mit dem Internet verbunden sind gibt es bereits seit einiger Zeit zu kaufen. Es dauer also nicht mehr lange, bis uns auch ein schneller Internet-Zugang für mobile Geräte zur Verfügung steht.

Es folgen Websites, Plattformen und Apps, die nicht nur für diese Gadgets optimiert sind, sondern auch solche, die genau dafür konzipiert werden. Das würde neue Nischen in unterschiedlichsten Bereichen und Branchen „freilegen“.

Da solche Geräte immer bequemer (smarter) und kleiner werden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Tastatur ganz verschwindet und die Gadgets mittels Spracherkennung gesteuert werden. Google und Apple sind hier nicht umsonst sehr aktiv…

Tipp:

Auch hier gilt: sich mit den Gadgets, den Betriebssystemen und Tools vertraut machen und mittels eigener Lösungen neue Kommunikationskanäle aufbauen.

6. Marketing-Trend: YouTube statt Hollywood

Schon heute kann nahezu jeder Internet Marketer professionelle und hochwertige Videos aufnehmen – was noch vor ein paar Jahren ausschließlich großen Filmemachern wie Hollywood vorbehalten war.

Dieser Marketing-Trend verändert unaufhaltsam das Internet und damit auch das Internet-Marketing.

Bald wird jeder Online-Marketer, der etwas auf sich hält, einen YouTube-Channel besitzen und entsprechenden Content veröffentlichen. Wer hier zu konservativ denkt und nicht flexibel genug reagiert, wird Marktanteile einbüßen müssen.

Tipp:

Sich mit YouTube anfreunden, die YouTube-Stars von heute beobachten und von ihnen lernen. 😉

7. Marketing-Trend: Sharing Economy macht viele Produkte und Dienstleistungen überflüssig

Hersteller und Verkäufer müssen sich auf diesen Trend besonders gründlich vorbereiten. Nicht nur bestimmte Nischen, sondern ganze Branchen und Märkte könnten durch diesen aktuellen Trend verschwinden.

Zur Veranschaulichung: stellen sie sich zwei junge, aufgeschlossene und sportliche Menschen vor, Alex und Michael, die täglich, jeder für sich, Fahrrad fahren. Der eine tut das überwiegend morgens, der andere abends.

Solange sich die Beiden nicht kennen, profitieren sowohl der Fahrrad-Verkäufer als auch die Werkstatt und machen Umsatz. Sobald sich die beiden Männer kennen lernen und  und beschließen, ein Fahrrad gemeinsam zu nutzen, schreiben diese Services rote Zahlen.

Tipp:

Internet Marketer sollten mit dem Trend Sharing Economy auf jeden Fall rechnen, personifizierte Lösungen oder Sharing-Lösungen entwickeln.

Fazit:

Es ist eine spannende Zeit und wir werden uns als Internet Marketer bis 2016 auf einige große Veränderungen vorbereiten müssen.

Wie geht’s weiter?

Im zweiten Teil gehe ich auf 5 weitere Internet-Marketing-Trends ein und kläre, welche Konsequenzen diese auf bestimmte Nischen haben werden.

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