Gefeuert: Wie ein Facebook-Mitarbeiter seinen Job und 185 Mio. verloren hat

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Mit diesem Post möchte ich eine neue Reihe hier im Blog ins Leben Rufen: In „Stories“ mache ich mich auf die Suche nach besonderen Startup-Geschichten. In diesem Zusammenhang bin ich neulich auf einen interessanten Post auf businessinsider.com gestoßen. Es geht um einen ehemaligen Facebook-Mitarbeiter Noah Kagan und seine „Ausrutscher“, die ihn seinen Job bei Facebook und 185 Mio. US-Dollar kosteten. 

Noah Kagan ist Gründer der Produkt-Marketing-Plattform SumoMe. Er gehört aber auch zu den ehemaligen Mitarbeitern von Facebook und hätte heute ein kleines Vermögen besitzen können, wären da nicht einige Fehler, die im während seiner Zeit beim Sozialen Netzwerk unterlaufen sind.

Im Alter von 24 Jahren wurde er bei Facebook eingestellt (er war damals der dreißigste Mitarbeiter, Facebook gab es erst seit einem Jahr und das Soziale Netzwerk hatte einige Millionen User, deren Zahl täglich um 50 tausend weitere Nutzer wuchs).

Bei seiner Einstellung hatte Kagan zwei Optionen: Er konnte sich entweder für einen Gehalt von 60 000 US-Dollar und einen Anteil von 0,1% am Unternehmen entscheiden (20 000 Aktien) oder sich 65 000 US-Dollar im Jahr und einen Anteil von 0,05% sichern.

Er hat sich für die erste Variante entschieden, die ihm heute, nach der Schätzung von Business Insider, hätte 185 Mio. US-Dollar einbringen können. Allerdings wurde Kagan nach neun Monaten gefeuert. Kagan selbst glaubt, dass seine 4 Fehler diesen Ausgang provoziert hätten. Genau darüber erzählt er in seinem E-Book.

1. Ausplaudern von Infos an TechCrunch

Einmal saßen Kagan und der Gründer von TechCrunch Michael Arrington in lockerer Runde zusammen und ihm rutschten einige Insider-Informationen raus: Er plauderte über die Pläne von Facebook weiter zu expandieren und die User der großen Unternehmen, wie Microsoft oder Apple zu gewinnen. Diese Nachricht sollte erst am Morgen des nächsten Tages über die Presse öffentlich gemacht werden, aber Arrington hatte die heiße Story sofort nach dem Gespräch mit Kagan veröffentlicht. Einige Wochen später wurde Kagan gefeuert.

2. Selbstvermarktung mittels Facebook

Dass Kagan seinen Mund nicht halten konnte, war damals nicht das einzige Problem. Mark Zuckerberg hat es auch of bemängelt, dass Kagan seine Position bei Facebook für die eigene Selbstvermarktung benutzt hätte: Zum Beispiel hätte sich der ehemalige Facebook-Mitarbeiter mit anderen Startup-Gründern getroffen und zwar bei Facebook, damit auch alle wissen, wo er arbeite.

Außerdem hatte Kagan oft auf seinem eigenen Blog OKDork.com über Facebook und die Arbeit dort berichtet, was Zuckerberg ebenfalls nicht gefallen hatte. Er lud ihn schon bald in sein Büro ein, Kagan musse sich zwischen seiner Selbstvermarktung und Facebook entscheiden. Auch davon konnte er seine Finger nicht lassen, was letztendlich auch ein Grund für seine Kündigung gewesen sei.

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3. Die Qualität der Arbeit ließ zu wünschen übrig

In seinem Buch erzählt der Ex-Mitarbeiter von Facebook, dass die Leitung wenig übrig für seine Arbeit hatte. Einmal war er mit dem Co-Founder von Facebook Dustin Moskovitz an der Gewinnnung von Firmen-Kunden dran. Kagan wurde damit beauftragt, Listen von diversen Unternehmen anzufertigen, doch diesen Job konnte er nicht meistern.

Ich hatte nach Unternehmen gegoogelt und die Liste innerhalb von einer Woche erstellt. Allerdings war das eher eine chaotische Aufzählung der Unternehmen ohne Struktur oder Kategorisierung. Ich zeigte diese Liste Dustin, der damit natürlich überhaupt nicht einverstanden war. Daraufhin hat er sich der Sache angenommen und die Unternehmen nach Branchen sortiert, ähnlich der Kategorisierung der Firmen, die wir bis dahin schon gewinnen konnten.

4. Ich war nicht in der Lage mich mit Facebook weiter zu entwickeln

Als Kagan zu Facebook kam, hatte das Unternehmen nur 29 Mitarbeiter und einige Millionen User. Als er gehen musste, haben mehr als hundert Leute für das Soziale Netzwerk gearbeitet. Das bedeutete wiederum, dass die Hierarchie innerhalb des Unternehmens komplexer wurde und sich diverse Prozesse verlangsamt hatten. Kagan schaffte es damals nicht, diesem Trend zu folgen und hat sich dagegen gesträubt. Er beschreibt es folgendermaßen:

Als wir so wenige waren und um uns herum das Chaos herrschte, war ich einer der besten. Später, als an Projekten viele Mitarbeiter beteiligt waren, mit genauen Plänen und Aufgaben und damit einhergehenden politischen Spielen, habe ich mich bei Weitem nicht so sicher gefühlt.

Im Laufe der nächsten Jahre, nachdem Kagan gefeuert wurde, hatte er nur negative Emotionen, was Facebook angeht. Er litt während dieser Zeit auch unter Depressionen. Das war jedoch nicht seine einzige Chance gewesen, um reich zu werden. Laut Kagan, war er kurz davor eine Stelle bei Google zu bekommen, noch vor dem Börsengang des Suchmaschinen-Anbieters.

Er wurde allerdings scheinbar ohne Grund kurz darauf abgelehnt. Außerdem arbeitete Kagan bei Mint.com und hat dort gekündigt. Anschließend wurde das Unternehmen für 170 Mio. US-Dollar verkauft und er hätte etwa 1,7 Mio. US-Dollar bekommen.

In seinem Buch schreibt Kagan, dass er sich nun bemühe, weniger über das Geld nachzudenken. Er nehme sich ein Beispiel an seinem ehemaligen Chef Mark Zuckerberg, der sehr oft betont hat, dass das Geldverdienen für ihn nicht im Vordergrund stehe, sonst hätte er seine Anteile bereits verkauft. Genau diesem Weg folgt jetzt auch Kagan.

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