Facebook Strategie – Social Media Marketing – Einführung für Selbstständige – Teil 2

(Fast) jeder kennt (und ist auf) Facebook – das ist Fakt. Es ist also naheliegend sich mit der Frage zu beschäftigen, ob und wie man eine Facebook-Strategie für seine Business-Ziele entwickeln kann. Schauen wir uns das im Detail an.

(Dieser Artikel ist die Fortsetzung unserer Serie „SOCIAL MEDIA MARKETING – EINFÜHRUNG FÜR SELBSTSTÄNDIGE„. Falls du diese noch nicht kennst, empfehlen wir dir diese kurz durchzulesen).

Welche Marketing-Ziele sind realistisch?

Aus Teil 1 dieser Artikelserie weißt du zwei Dinge: Erstens – man kann (und macht es auch) Social Media als Tools hauptsächlich für folgende Marketing-Ziele einsetzen:

  • ALS VERKAUFSPLATTFORM
  • ALS KOSTENLOSE WERBEPLATTFORM
  • FÜR’S BRANDING
  • BUSINESS-PARTNER UND MITARBEITER SUCHEN

Zweitens – Facebook-Content ist unterhaltsam, das heißt, er ist komisch, witzig, überraschend, schockierend und so weiter. Und genau das ist der Punk – man darf bei seiner Facebook-Strategie nicht das „falsche“ Marketing-Ziel anvisieren! Mit „falsch“ ist hier alles gemeint, was sich nicht mit der Erwartung von Facebook-Usern deckt.

Natürlich gibt es nicht den „Facebook-User“ und je nach Zielgruppe kann man sich das eine oder andere, mehr oder weniger erlauben. Allerdings ist das nun mal so, dass Facebook sich als eine „Plattform für Freunde“ positioniert hat und man als Marketer entscheiden muss, was effektiv funktioniert und mit den Mittel, die aktuell zur Verfügung stehen, erreichbar ist.

Branding als Ziel der Facebook-Strategie

Texte, Bilder, Videos, GIF-Dateien, die unterhalten und starke (positive) Emotionen auslösen, haben auf Facebook höhere Chancen User zu aktivieren und damit mehr Shares, Likes und Follower zu generieren. Es wird also eher schwer sein, damit das Makro-Ziel „Geld verdienen“ zu erreichen, da vieles, was nach Kommerz klingt nicht beachtet wird oder im schlimmsten Fall eine „allergische“ Reaktion der User auslösen kann (auch als Shitstorm bekannt). Damit lässt sich eine Facebook-Strategie, die auf das Branding abzielt und mit ungewöhnlichem und spannendem Content arbeitet, leichter umsetzen.

Wie macht man Branding?

Branding ist nichts anderes als Marken-Aufbau oder Markenbildung. Dabei geht es vereinfacht gesagt um die Reputation oder das Image eines Unternehmens und/oder eines Produkts. Das heiß, es geht darum, mit gezielten Marketing-Maßnahmen und Aktivitäten die Wahrnehmung und die Bewertung der Kunden in Bezug auf das Produkt kontrolliert zu beeinflussen. Und genau daraus ergibt sich der Wert deines Produkts. Aber wie funktioniert das im Detail?

  Welche Soziale Medien nutzen? - Meine persönlichen Erfahrungen

Priming

Der Begriff Priming kommt aus der Psychologie. Dabei wird die Verarbeitung von Informationen im Gehirn durch vorhergehende Erfahrungen beeinflusst. Es wird also  Geld in der Wirtschaft dafür ausgegeben, dass Konsumenten bestimmte (unbewusste) Assoziationen und Gefühle haben, sobald sie an ein bestimmtes Produkt, das heißt Brand denken.

Kurz: Es geht darum, dass Konsumenten lernen und am besten funktioniert das Lernen, wie jeder weiß, durch Wiederholung und die Intensität. Hierbei hängt die Intensität direkt mit den Emotionen zusammen, die beim Lernen ausgelöst werden.

Damit deine Facebook-Strategie erfolgreich ist, musst du einfach dafür sorgen, dass User regelmäßig mit emotionalen Inhalten interagieren, welche das konkret sind, das hängt stark davon ab, womit du assoziiert werden möchtest.

Framing

Beim Framing oder Einrahmungseffekt gehts darum, dass die Formulierung einer Botschaft die Wahrnehmung und damit die Handlung entscheidend beeinflussen kann. Dieser Effekt kann somit darüber (mit-) entscheiden, ob dein Branding funktioniert oder nicht (Intensität!).

3 Beispiele für eine gelungene Facebook-Strategie

1. Ice Bucket Challenge

Das Paradebeispiel für eine virale Social-Media-Kampagne ist wohl die Ice Bucket Challenge. Warum diese so viral und erfolgreich war, diese Frage haben wir in diesem ausführlichen Artikel über die Viralität erklärt.

2. Virale Aktion von KIA Motors

Auch der Autohersteller aus Südkorea weiß, was eine erfolgreiche Facebook-Strategie ausmacht. Die konzipierte Gaming-App GT RIDE wurde sehr gerne auf Facebook weiterempfohlen und 180 000 Mal gedownloadet.

3.  Facebook-Strategie von Kraft Foods Group

Eine Sauce, die zu allem passt, so die Facebook Kampagne „A.1. Sauce: New Friend Requests“, die mit 1,3 Millionen Aufrufen, 3.000 Likes und 200 Kommentaren belohnt wurde.

Das war’s für’s erste. Wenn du mehr über Viralität wissen möchtest, empfehlen wir dir unseren Artikel „GUERILLA MARKETING – 30 SPANNENDE IDEEN UND BEISPIELE (TEIL1)

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