Der PageRank ist tot – wie bewertet man jetzt die Qualität einer Webseite?

SEO-Tool, Backlink-Checker, Toolbar für SEO

Die Domain Authority lässt sich mit dem Plugin MozBar überprüfen [Screenshot: moz.com]

Jeder, der ein Online-Business betreibt (z.B. einen kommerziellen Blog oder einen Online-Shop) wird sich regelmäßig um die Suchmaschinenoptimierung kümmern. In diesem Zusammenhang ist der Link-Aufbau eine wichtige Komponente.

Bisher konnte man relativ einfach mit Hilfe des PageRank (PR) heraus finden, welche Link-Partner stark sind und ob sich ein Backlink positiv auf SEO auswirkt. Nun hat der Google-Experte John Mueller im Oktober 2014 offiziell bestätigt, dass die Aktualisierung des PageRank eingestellt wird.

Wie kann man also jetzt, wo Googles PageRank tot ist, die Qualität einer Webseite bewerten?

 Was ist mit dem PageRank passiert?

Wenn es darum ging herauszufinden, wie „gut“ oder „schlecht“ eine Website in Google’s Augen ist, haben sich Online Marketer bis zum heutigen Tag am PageRank orientiert.

Mit Hilfe dieser Zahl konnte man (vor geraumer Zeit) schnell und einfach die Qualität einer Website und damit auch ihre Autorität bewerten.

Auch wenn die Bedeutung dieser Kennzahl schon längst nichts mehr mit dem wahren Gewicht eines Blog oder Shops zutun hat, trifft man immer wieder auf Online-Gurus, die immer noch mit dem PageRank rumhantieren und daran festhalten.

Fakt ist:

Es gibt sehr viele Webseiten, die zum Beispiel einen PageRank von 2 haben und die in den Suchergebnissen dennoch vor Webseiten mit einem PageRank 9 gelistet werden.

Und genau weil viele Webmaster immer noch krampfhaft versuchen, den PageRank ihrer Websites zu erhöhen, weil sie sich dadurch einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz erhoffen, wird an allen möglichen SEO-Schrauben gedreht.

Da sie wussten, dass die Anzahl und die Qualität von Backlinks einen Einfluss auf den PR hat. Das hatte zufolge, dass viele Backlinks künstlich aufgebaut wurden.

Und genau diese Maßnahmen verzerren die Qualität von Websites. Da Google noch nicht bereit ist, sich vom Backlink-Profil als Qualitätskriterium zu trennen, kann man wohl vermuten, dass der Suchmaschinen-Anbieter sich mit der Abschaffung des PageRank ein weiteres Mal gegen die zahlreichen Manipulationen und Spam zu wehren versucht.

Nun gibt es keinen messbaren Indikator mehr, um die Effektivität von (exzessiven) Linkbuilding-Maßnahmen einfach zu bewerten. Stattdessen betont Google, dass Webmaster stärker auf die Content-Qualität achten sollten, um auf besseren Positionen in den Suchergebnissen gelistet zu werden.

 

So lässt sich die Qualität bzw. die Autorität einer Webseite dennoch bewerten:

OK, Google aktualisiert seinen PageRank nicht mehr, aber bedeutet das, dass Webmaster nicht versuchen werden, die Autorität von Websites anhand anderer Kriterien zu bestimmen und zu messen? Mit Sicherheit nicht!

Die Frage ob man auf einer anderen Website zum Beispiel einen Gast-Artikel veröffentlichen soll und welche Auswirkungen das auf die Besucherzahlen hat und ob man den Betreiber bitten sollte den Link mit der Anweisung „nofollow“ zu versehen oder gar zu entfernen („Bad Neighbourhood“), interessiert schließlich jeden, der ein Online-Business aufbauen will.

 

Die folgende Checkliste hilft dir zu bewerten wie es um die Autorität einer Website beschaffen ist:

 

1. Überprüfe die Domain Authority (DA):

Die DA-Kennzahl wird vom Unternehmen MOZ berechnet und gibt die Autorität einer Website an. In die Berechnung fließen unter anderem die Qualität und die Quantität der Backlinks ein.

Der DA-Parameter ist eine Zahl zwischen 0 und 100 und je höher diese Punktezahl, desto mehr Autorität, das heißt auch Einfluss hat eine Webseite. Die Domain Authority lässt sich sehr einfach mit dem Plugin MozBar überprüfen.

2. Überprüfe die Relevanz vom Content und den Off-Page-Links

Das klingt zwar banal, aber es lohnt sich einen genaueren Blick auf den Content der Seite zu werfen, bevor man sich über einen möglichen Backlink informiert.

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Stimmt der Content nicht mit dem Thema überein und entdeckt man Hinweise für Spam, handelt es sich um eine Website mit einer schlechten Reputation.

Auch die ausgehenden Links einer solchen Website sollten auf themenrelevante Blogs und Websites führen. Lässt sich kein Themen-Bereich festmachen, ist das ebenfalls ein Zeichen dafür, dass die Backlinks „künstlich“ aufgebaut wurden. Finger weg von solchen Blogs!

3. Überprüfe das Verhältnis von „dofollow“- und „nofollow“-Links

Werden Backlinks natürlich aufgebaut, ist das Verhältnis von „offenen“ und „blockierten“ Backlinks „organisch“. Weder Leser noch Suchmaschinen-Algorithmen sollten merken, dass nur bezahlte Links auf „dofollow“ gesetzt wurden.

Ist das der Fall, könnten Backlinks von solchen Websites schnell dazu führen, dass die eigene Website abgestraft wird.

4. Die Website darf keine Spam-Links aufweisen

Hier ist alles ganz einfach. Mach einen Bogen um Websites, die auf Dienste aus folgenden Kategorien verlinken:

  • Online-Kasino
  • Porno-Websites
  • Abgesichertes Darlehen (secured loan)
  • Websites, die Medikamente verkaufen

5. Überprüfe die Indexierung der Website in den gängigen Suchmaschinen

Hast du das Thema des Blogs ermittelt, schaue dir an, ob die Website für diese Schlüsselbegriffe auf den oberen Plätzen in den Google-Suchergebnissen gelistet wird.

Ist die Website nicht dabei, handelt es sich um eine Online-Ressource mit geringem Einfluss. Es könnte sogar sein, dass diese Webseite von Google komplett aus dem Index entfernt wurde.

6. Überprüfe die Anzahl von geschalteten Anzeigen

Seriöse Webmaster, die eine starke Website haben achten in der Regel darauf, dass die Anzahl der Anzeigen auf der Website nicht dominiert.

Blogs mit sehr viel Werbung irritieren und ihr Mehrwert ist fraglich und auch Google bewertet diese negativ. Ein Backlink lohnt sich hier eher nicht.

7. Überprüfe die Angeben über den Autor und das Impressum

Websites und Blogs mit hoher Autorität achten bei der Erstellung von Content darauf, dass der Name des Autors mit angegeben wird. Auch das Impressum zeigt meist, ob es sich um eine seriöse Website handelt.

8. Eine Website oder ein Blog müssen regelmäßig aktualisiert werden

Oft ist es wichtiger wie oft und wie regelmäßig der Content aktualisiert wird als die Anzahl der Beiträge selbst.

Erscheinen in einem Blog zum Beispiel wöchentlich oder sogar täglich neue Beiträge ist es auch für Google ein Signal dafür, dass es sich um einen Online-Ressource handelt, die wächst. Langfristig gesehen lohnt sich ein Backlink also durchaus.

9. Überprüfe die Bedingungen für Gast-Beiträge

Websites mit großem Einfluss werden niemals mit Backlinks handeln oder einen Link-Tausch anbieten. Entdeckt man solche Angebote, könnte es sich um eine Website handeln, die von Google bereits abgestraft wurde.

10. Ermittle, ob die Anzahl der Follower und der Likes natürlich ist

Auch Blogs mit sehr vielen Followern auf Facebook oder Twitter sind mit Vorsicht zu genießen. Manipulierte Likes und Kommentare lassen sich zum Beispiel mit dem Online-Service auf buzzsumo.com überprüfen.

Fazit:

Auch wenn Googles PageRank nicht mehr aktualisiert wird, bewertet die Suchmaschine Blogs mit vielen guten und vor allem echten Backlinks positiv und belohnt die Webmaster mit guten Platzierungen in den Suchergebnissen.

Die Qualität von Blogs und Websites lässt sich aber auch ohne den Parameter PageRank bewerten. Starke Websites lassen sich anhand mehrere Kriterien festmachen:

Domain Authority, das Verhältnis von Content und Anzeigen sowie Social Media Aktivitäten und andere Signale helfen beim Bewerten von Autorität.

Links: http://moz.com/tools/seo-toolbarhttp://buzzsumo.com/http://www.verticalmeasures.com

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